BG Göttingen verliert 81:90 in Braunschweig

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Zweikampf: Göttingens Kapitän David Godbold (rechts) versucht, sich im Dribbling gegen Braunschweigs Keaton Grant durchzusetzen.

Braunschweig. Die BG Göttingen hat erneut zwei Big Points im Kampf um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga vergeben. Bei den Löwen Braunschweig verlor das Team von Trainer Johan Roijakkers vor 3335 Zuschauern mit 81:90 (40:50).

Paradox: Nach der Schlusssirene feierten die rund 400 mitgereisten Veilchen-Fans ihr Team augelassen. Trotzdem: In dieser Verfassung wird es schwer mit dem Klassenerhalt. Die BG ist der 2. Liga wieder einen Schritt näher gekommen.

Wie schon gegen Oldenburg musste die BG auf Khalid El-Amin (Rücken) verzichten. Dafür war Terrell Everett wieder dabei, der sein Team auch zunächst in Führung brachte. Nach dem 5:2 glich Harper Kamp zum 5:5 aus, doch die Veilchen zeigten sich sehr nervös und fahrig, ließen schon zu Beginn viele Konzentrationsschwächen erkennen. So setzten sich die Löwen auf 17:10 ab. Dominik Spohr verkürzte per Dreier auf 15:19. Doch Derek Needham, den die Göttinger nicht in den Griff bekamen, sorgte für den 23:15-Viertelstand.

Needham war es im zweiten Abschnitt auch, der für die Braunschweiger auf 27:19 erhöhte. Nach dem 32:21 nahm Roijakkers eine Auszeit, die zumindest zwei weitere Dreier-Erfolge von Spohr und Robert Kulawick zum 27:32 nach sich zog.

Mühsam arbeitete sich die BG heran, und nach Mathis Mönninghoffs Dreier zum 33:35 war der Anschluss wiederhergestellt. Malte Schwarz verwandelte zwei Freiwürfe zum 37:39. Doch so schwer sich die Veilchen herangekämpft hatten – so leichtfertig ließen sie die Löwen wieder davonziehen. Topscorer Keaton Grant netzte einen weiteren Braunschweiger Dreier ein, da lagen wieder zehn Zähler zwischen Göttingen und Braunschweig. Ian Hummer sorgte für den 40:50-Halbzeitstand.

Start in 2. Halbzeit verpennt

Den Start in die zweite Halbzeit hatte die BG dann komplett verpennt. Dank eines 11:2-Laufes ging Braunschweig 61:42 in Front. Nach 27 Minuten kassierte Everett sein fünftes Foul, eine große Hilfe war er bis dahin kaum. „Uns fehlt ein Spielmacher”, ärgerte sich Roijakkers. Everett musste aber spielen, weil ja El-Amin fehlte. Nach 30 Minuten lagen die Löwen ziemlich komfortabel 71:57 vorn.

Unaufhörlich feuerten die BG-Fans ihr Team auch im letzten Abschnitt an. Doch es half alles nichts. Das Spiel der Göttinger war einfach zu fehlerbehaftet. 17 Ballverluste hatten die BGer, die Löwen nur acht. Auch bei den Assists lagen die Veilchen mit 13:22 hinten. In den letzten zehn Minuten lag die BG immer plus/minus zehn Zähler zurück. Auch weil Derek Needham (33 Punkte) nicht ausgeschaltet werden konnte. Die Veilchen ließen sich zwar nicht hängen, doch ernsthaft in Gefahr zu bringen vermochten sie die Löwen nicht mher. So war es am Ende ein absolut verdienter Sieg für die Braunschweiger. „Mit Braunschweigs Physis mitzuhalten, war schwierig“, meinte Coach Roijakkers. Die Chancen auf den Klassenerhalt der BGer schwinden indes immer mehr.

BG: Kamp 21, Godbold 11, Everett 6, Mönninghoff 6, Hummer 17, Schwarz 9, Kulawick 3, Spohr 6, Boykin 2, Boakye.

Braunschweigs beste Werfer: Needham 33, Stevens 19, Grant 16.

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