BG verliert "Karnevalsspiel" in Bonn unglücklich mit 65:66

Bonn. Riesen-Pech für die BG! Lange Zeit sah es beim Karnevalsspiel in Bonn am Samstag nach einem Sieg für die Baskets aus, doch hatten die Göttinger tatsächlich noch die Chance zum siebten Auswärtssieg.

Aber in den letzten 14 Sekunden verspielten sie den Ball, so dass die Rheinländer hauchdünn mit 66:65 gewannen. Das hatten die Veilchen eigentlich nicht verdient. So blieben nur die Pappnasen für die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers.

Die Partie im Telekom Dome stand völlig im Zeichen des Karnevals. Fast alle Zuschauer kamen verkleidet in die Halle, die Stimmung schien schon vorm Tipoff überzuschwappen. Das Prinzenpaar, die Kinderprinzessinnen, da wollten sich die Veilchen nicht zu Narren machen lassen. Harper Kamp dämpfte die Stimmung erstmal mit der 2:0-Führung, Khalid El-Amin steuerte den 6:5-Vorsprung bei, ehe sich Dominik Bahiense de Mello, der am Sonntag 30 wird, verletzte, später aber weiterspielen konnte. Auf 15:6 zogen die Baskets-Jecken weg, das sah nicht gut aus für die BG. Doch die Südniedersachsen kämpften sich wieder heran, nach zehn Minuten hieß es nur noch 17:16 für die Bonner.

Dominik Spohr sorgte nach Wiederbeginn für die erneute Führung der Göttinger, die danach aber zu viele Angriffe unkonzentriert im Abschluss liegen ließen. 26:20 nach 14 Minuten, weil auch Jamal Boykin nicht gerade in Trefferlaune war. Nur sechs Punkte nach sechseinhalb Minuten im zweiten Viertel, das war ziemlich wenig für die BG, die mit 22:31 in Rückstand geriet. Doch erneut konnte die BG den klaren Rückstand verkürzen, weil Kamp und El-Amin trafen. Zwischenfazit zur Pause: Für die BG wäre viel mehr drin gewesen, mit etwas mehr Konzentration im Abschluss hätte sie die Party-Stimmung der 5950 Bonner Fans mehr dämpfen können, und die 50 BG-Anhänger hätten mehr jubeln können.

Ein Wechselbad der Gefühle war das dritte Viertel. Nach fünf Minuten hatte die Gäste wieder erst fünf Punkte erzielt, kamen in der Offensive nicht in den Rhythmus. Zudem agierten die Göttinger zu fehlerbehaftet. Doch nach 35:46-Rückstand retteten zwei Dreier von Boykin und Ruoff die Göttinger vor einem klareren Rückstand, so dass es nach 30 Minuten nur 46:49 hieß.

Kaum wiederzuerkennen die BGer dann im letzten Abschnitt. Jetzt war die Konzentration da, durch einen 10:3-Lauf gingen die Göttinger 56:52 in Front. Ruoff bekam sein 4. Foul, hielt aber durch bis zum Ende. Göttingen verpasste es, den kleinen Vorsprung weiter auszubauen - das sollte sich rächen. Bonn wurde nervös, die BG blieb dran. 63:64 hinten, El-Amin verkürzte per Freiwürfen auf 65:66. Bonn verdaddelt den Ball, noch 14 Sekunden. Doch auch die Veilchen verhaspeln sich und der mögliche Sieg mit dem letzten Wurf ist dahin. Schade, die BGer hätten durchaus der Partykiller für die Bonner sein können.

BG: El-Amin 21, Ruoff 13, Kamp 8, Njei, de Mello , Godbold 6, Boykin 10, Kulawick 5, Spohr 2, Onwuegbuzie .

Bonns beste Werfer: Caloiaro 19, Mangold 14, Klimavicius 11. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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