BG Göttingen verliert Niedersachsen-Derby gegen Braunschweig 63:67

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Die beiden besten BGer auf einem Foto: Khalid El-Amin (am Ball) gegen Braunschweigs Center-Hünen Kenny Frease (links) und Harper Kamp (ganz rechts) neben David Needham.

Göttingen. Für die BG Göttingen wird es im Kampf gegen den Abstieg schon kurz vor Ende der Vorrunde immer enger. Nach der hohen Heimniederlage vor Weihnachten gegen die Abstiegs-Mitkonkurrent Bremerhaven (77:99) gab es auch zum Ende der Weihnachtsfeiertage eine Niederlage gegen einen weiteren Nordklub.

Gegen die Löwen Braunschweig unterlag das Team von Trainer Johan Roijakkers im Niedersachsen-Derby knapp mit 63:67 (31:34). Erneut half auch die fast grenzenlose Unterstützung der 3700 Fans in der zum vierten Mal ausverkauften Lokhalle nicht zu einem Überraschungserfolg.

Die Veilchen begannen forsch mit Khalid El-Amins ersten zwei Punkten, blieben auch danach am Drücker. Göttingens Ex-Braunschweiger Robert Kulawick netzte den ersten Dreier zum 11:5 ein, doch bei den Löwen war es in der Anfangsphase immer wieder BBL-Topscorer Keaton Grant, der den Göttingern seine Dreier einschenkte. Bis zum 15:12 blieben die BGer vorn, Grants Dreier zum 15:18 war die erste Führung für die Braunschweiger, die mit 21:15 in die erste Pause gingen.

Veilchen erkämpfen Punkte

Den Veilchen misslangen viele zweite Chancen, viele Tip-ins wollten einfach nicht fallen. Viertelübergreifend legte das Team von Löwen-Coach Raoul Korner einen 12:0-Lauf hin, der zum 15:24 führte. Abspiel- und Flüchtigkeitsfehler kennzeichneten das Göttinger Spiel. Dominik Spohr unterlief beim 26:27 ein unerlaubtes Rückspiel (in die eigene Hälfte), das in der 1. Liga einfach nicht passieren darf. Mit 31:34 ging es in die Kabinen, für die BG war alles noch drin.

Doch während die Braunschweiger Punkte wiederholt elegant und (vermeintlich) einfach herausgespielt waren, musste die BG um jeden einzelnen Punkt hart kämpfen und arbeiten. Ruben Boykin markierte nach 22:30 Minuten den Ausgleich zum 39:39, doch begünstigt durch zwei Schrittfehler von Shane Edwards lagen die Braunschweiger nach 30 Minuten wieder 50:44 in Front. Das zweite Viertel hatte die BG mit 16:13 gewonnen, das dritte mit dem gleichen Ergebnis verloren – ein „low scoring game“ (Spiel mit wenig Punkten).

Angetrieben von den Fans blieben die Veilchen auch im letzten Viertel immer dran. Zwei Drei-Punkt-Spiele (Korb mit Gegner-Foul plus Freiwurf) des wieder starken Harper Kamp hielt die BG zum 54:56 im Spiel. Mathis Mönninghoff glich per Dreier unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Zuschauer aus. Grant besorgte Braunschweigs 60:57, doch El-Amin glich zum 60:60 aus, ehe Mönninghoff erneut per Dreier zum 63:60 für die BG traf – ein Nervenspiel! Doch die „Big Points“ vor Augen schwand die Konzentration. El-Amin vergab einen weiten Dreier aus gut acht Metern, Braunschweigs Tyrone Nash und Lucas Gertz scorten die Punkte zum Löwen-Sieg.

Schlechte Treffer-Quote

Am Ende war die schlechte Treffer-Quote von nur 32 Prozent (Braunschweig 46%) und nur 27 Prozent Dreier (Braunschweig 55%) ausschlaggebend. Die BG holte starke 24 Offensiv-Rebounds (insgesamt 49), während die Löwen nur sechs ihrer 13 Freiwürfe verwandelten. Dass sein Team trotzdem gewann, konnte Löwen-Trainer Korner kaum fassen. BG-Coach Johan Roijakkers lapidar: „Wir haben alles gegeben, aber mehr war nicht drin.“ Nur drei starke Akteure mit Kamp, El-Amin und dem defensiv starken David Godbold reichen eben nicht. Am Mittwoch (30. Dezember) muss die BG nach Bayreuth.

Beste BGer: Kamp 19, El-Amin 17/1 Dreier, Edwards 7, Kulawick 6/2, Mönninghoff 6/2, Godbold 3/1, Boykin 3/1, Everett, Schwarz.

Beste Braunschweiger: Grant 20/6, Stevens12, Needham 8. 

(gsd)

BG Göttingen verliert erneut in der Lokhalle

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