Verrückter BG-Spielplan: Nur ein Heimspiel in acht Wochen

Klare Aufwärtstendenz: Göttingens 2,09 m-Center Dennis Kramer (am Ball gegen Gießens 127-kg-Hünen John Bryant) dürfte nach dem Abgang von Evan Smotrycz noch mehr Spielzeit bekommen. In Bayreuth spielte er 21:04 Minuten. Foto: zje/gsd

Göttingen. Die Veilchen-Fans werden derzeit auf eine harte Probe gestellt. Vier Wochen mussten sie jetzt auf das zweite Heimspiel im neuen Jahr warten, wenn die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga am Samstag (18 Uhr, S-Arena) auf ratiopharm Ulm trifft. Doch damit noch längst nicht genug: Nach der Partie gegen die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath müssen die Göttinger Zuschauer erneut vier Wochen auf das dann erst am 3. März gegen die Walter Tigers Tübingen folgende Abstiegsduell warten. Im Klartext: In langen acht Wochen haben die BGer lediglich ein einziges Heimspiel. Eine zumindest diskussionswürdige Spielplan-Gestaltung!

„Für uns beginnt jetzt eine neue Saison“, hatte BG-Coach Johan Roijakkers schon vor dem Auswärtsspiel in Bayreuth gesagt. „Das ist schon ziemlich komisch.“ Und Zuschauer-Einnahmen kommen natürlich auch nicht in die Kasse. Im Januar kam es zu drei Wochen Pause wegen des Allstar-Tages in der Lokhalle und dem abgesetzten Ligaspiels gegen Ludwigsburg (in der Pokal-Qualifikation in Berlin).

Nur vier Amerikaner

Nach dem Ulm-Match spielt die BG in Würzburg und in München, dann gibt es wieder zweieinhalb Wochen Pause (Pokal-Final Four und Länderspiel-Pause wegen WM-Qualifikation mit Dominic Lockhart), ehe dann Anfang März Tübingen kommt. Schwer, da einen Spielrhythmus aufzubauen.

Dennoch versuchen die Veilchen, nun nach den Bayreuthern mit Ulm ein weiteres Top-Team zu ärgern. Nach der Trennung von Evan Smotrycz hat Roijakkers aktuell nur noch vier US-Boys im Team. Leon Williams (Holland) ist fünfter Ausländer, Darius Carter (USA) der sechste, der aber weiter fehlt.

Ulm kommt als Ausrichter des BBL-Pokal-Final-Four, treffen da in eigener Halle auf Favorit München. Insofern dürften die bis dahin anstehenden Partien zur Vorbereitung und zum weiteren Einspielen dienen, zumal die Ulmer längst nicht mehr so souverän agieren wie in der vergangenen Saison (Vorrunden-Erster!) und mit Luka Babic und Jerrelle Benimon auch zwei Akteure dabei haben, die im Hinspiel (herbe 65:89-Klatsche für die Göttinger) gegen die BG noch nicht dabei waren.

Allerdings fehlte Benimon den Ulmern beim Sieg gegen Jena, Kapitän Per Günther (Leistenprobleme) spielte nur zwölf Minuten. Luke Harangody (Knöchel-OP) fehlt komplett. Doch in Ryan Thompson, Lockharts Nationalteam-Kollege Ismet Akpinar, den Ex-Bayreuther Trey Lewis, den Neuseeländer Isaac Fotu hat Ulm genug starke Akteure. Auch 2,10 m-Center Tim Ohlbrecht ist wieder zurück. BG-Trainer Roijakkers: „Jeder Spieler, den die Ulmer haben, kann Spiele im Alleingang gewinnen.“ Oder gelingt der BG endlich mal ein heiß ersehnter „Ausreißer-Sieg“?

Rückrunden-Dauerkarte

Zu den letzten acht Heimspielen bietet die BG eine Rückrunden-Dauerkarte an. Erhältlich ist sie in der Geschäftsstelle, unter der Ticket-Hotline 0180/60 50 400 oder im Online-Ticketshop (Link unter www.bggoettingen.de). (haz/gsd-nh)

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