2. Basketball-Bundesliga: So weh tat der BG Göttingen diese Saison noch keine Niederlage

BG verschenkt „big points“

Fassungslos: Die BGer Ramon Davis, Nick Livas und Marco Grimaldi (von links) konnten die „Last-second-Pleite“ in Düsseldorf nur schwer begreifen.

Göttingen. Die Rückfahrt von Düsseldorf sei, so Trainer Johan Roijakkers, sehr still gewesen. Kein Wunder: Die Spieler der BG Göttingen standen wie die mehr als 100 mitgereisten Fans noch unter dem schockhaften Eindruck, einen schon sicher geglaubten Sieg in buchstäblich allerletzter Sekunde noch verspielt zu haben.

Dass es ausgerechnet der Ex-Göttinger Adam Waleskowski war, der mit einem Tip-In nach einem missglückten Dreier von Düsseldorfs Petric den glücklichen 60.59-Sieg sicherte, machte die Schlappe nur noch umso schmerzvoller.

„Das tut sehr weh, wenn man sich in so einem Spiel nicht selbst belohnt“, räumte Roijakkers gestern Mittag ein, bevor er sich das Drama noch einmal auf DVD ansah.

Alle eng zusammengerückt

Bitter können die Auswirkungen werden, wenn man sich die Tabellenkonstellation ansieht. Mit einem Sieg in Düsseldorf hätten die Veilchen sechs Punkte (= drei Siege) Vorsprung vor dem Dritten Düsseldorf und Vierten (Karlsruhe) gehabt, die im Übrigen am kommenden Wochenende in Karlsruhe aufeinandertreffen. Zudem wären (bei aller Vorsicht) ein Platz unter den ersten acht Rängen und damit eben die Playoffs sicher gewesen. Und zu mindestens 50 Prozent ebenso ein Platz in den Top-4. „Sogar unter den Top-3“, so Roijakkers mutig.

Doch Waleskowski Tip-In sorgte für eine neue, ganz andere Situation. Statt einen beruhigenden Vorsprung zu haben, sind die Teams zusammengerückt. Die BG zwei Punkte hinter Spitzenreiter Vechta und nur noch zwei Zähler vor Düsseldorf, wobei es den Veilchen nur recht sein kann, dass Düsseldorf am nächsten Samstag Gefahr läuft, möglicherweise in Karlsruhe zu verlieren. „Jetzt aber ist alles wieder möglich“, weiß auch Roijakkers.

„Wir sind eben noch nicht gut genug, um auch auswärts ein Topspiel zu gewinnen. Unsere Defense ist noch nicht ganz so weit.“ Aber es fehle nicht mehr viel, „das macht Hoffnung“, sagt der Holländer, der einräumt, in der Schlussphase in Düsseldorf „zu viele Ballverluste“ gehabt zu haben, die die 59:50-Führung kosteten.

Kritik an den Referees

Aber er richtet auch klare Worte an die Schiedsrichter: „17 Sekunden vor Schluss wurde Paul Guede ins Aus gedrückt, weil Düsseldorf foulen musste, um den Ball zu bekommen.“ Dass da nicht ein klares Foul gepfiffen wurde, hält Roijakkers für „unglaublich! Ein schwerer Fehler der Schiedsrichter.“ Sei’s drum!

Ein Vorteil sind nun zumindest die noch fünf bevorstehenden Heimspiele der BG gegen Heidelberg und Gotha hintereinander, Nürnberg, Paderborn und Kirchheim. Aber auch da bleibt Roijakkers vorsichtig: „Dass wir die alle gewinnen, ist nicht selbstverständlich.“ Es bleibt spannend um die BG. (haz/gsd)

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