Basketball-Bundesliga: BG-Neue Weber und Noch überzeugen mit guten Statistiken

Vertrauen zahlt sich aus

Den gegnerischen Korb im Visier: Der Göttinger Max Weber (re.) versucht, trotz der Defensive durch Ludwigsburgs Donatas Zavackas zum Korberfolg zu kommen. Foto: Jelinek

Göttingen. Nein, erinnern könne er sich nicht, dass ihm schon einmal in einem Spiel neun Assists, also Anspiele mit einem darauf folgenden erfolgreichen Korbwurf, gelungen sind. Max Weber, vor dieser Saison vom Zweitligisten Saar Pfalz Braves zum Basketball-Bundesligisten BG Göttingen gewechselt, feierte mit seinem Team eine exzellente Heimpremiere mit einem überzeugenden 93:71-Sieg gegen EnBW Ludwigsburg.

„Wir haben eine Trotzreaktion nach der deftigen Niederlage in Bamberg gezeigt und wollten unserem Publikum demonstrieren, dass wir es besser können“, so der 27-jährige Weber, der neben dem Ex-Braunschweiger Philip Noch etwas überraschend in der „starting five“ stand und das Vertrauen von Trainer Stefan Mienack rechtfertigte.

Zweitlängste Spielzeit

Weber stand exakt 30 Minuten und 16 Sekunden auf dem Feld. Nur der überragende Paris Horne, mit 28 Punkten Topscorer der BG, war mit über 32 Minuten länger im Spiel. Zwar kam Weber nur auf sechs Punkte, doch „mein Spiel ist es eben, meine Mitspieler in Szene zu setzen“, was ihm ja auch hervorragend gelungen war. In diesen 30 Minuten hatte Weber lediglich einen Ballverlust, an den Freiwürfen kann er aber noch arbeiten - beide gingen daneben.

Daneben ging auch ein Ellenbogencheck von BG-Cotrainer Michael Meeks. Stark mit seinen Armen gestikulierend traf Meeks’ Ellenbogen Weber unabsichtlich ins Gesicht, als dieser eingewechselt werden sollte. Das linke Auge fing an zu tränen, doch Weber ließ sich nichts anmerken, spielte einfach weiter.

Phantastische Werte wies auch Philip Noch auf. In knapp 20 Minuten gelangen ihm elf Punkte. Alle fünf Würfe fanden ihr Ziel, ein Zusatzfreiwurf war ebenfalls kein Problem - macht eine makellose Trefferquote von 100 Prozent. Hinzu kamen fünf Rebounds. Einen kleinen Makel hatte Nochs Bilanz dann doch. Die Statistik der Ballverluste führte er mit vier an.

Ein Problem scheint in dieser Saison aus der Basketball-Welt der Veilchen gelöst zu sein. Waren die Freiwurfquoten in der vergangenen Spielzeit teilweise unterirdisch schlecht, lagen in einigen Spielen bei nicht mehr als 60 Prozent, so haben die neuen BG-Spieler erheblich weniger Probleme damit. In Bamberg waren es immerhin 13 von 16 Freiwürfen, was eine Quote von 88 Prozent aufweist, die ihr Ziel fanden, gegen Ludwigsburg 17 von 20, eine Quote von 85 Prozent. Auch da tat sich neben Horne (fünf von fünf) und Raymond Sykes (sieben von acht) ein deutscher Spieler hervor. Marco Grimaldi setzte seine vier Freiwürfe traumwandlerisch sicher in die gegnerische Reuse.

Alles gute Werte für den Knaller am Samstag (14.30 Uhr) gegen Aufsteiger FC Bayern München, den alle Veilchen-Fans in Südniedersachsen und Nordhessen kaum abwarten können. (gsd)

Von Walter Gleitze

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