BG Göttingen

Video-Vorbereitung verpasst: Roijakkers verhängt Geldstrafen

Müssen eine Geldstrafe zahlen: Der nachverpflichtete BGer Malik Müller (linkes Foto, links) gegen Bonns Josh Mayo und Evan Smotrycz (rechtes Foto, rechts) gegen Bayreuths De’Mon Brooks. Fotos: nh (1) / zje/gsd (1)

Göttingen. Wenn es auch im achten Spiel in Folge nicht zum fünften Sieg in der Basketball-Bundesliga gereicht hat – die BG Göttingen hat sich nach dreiwöchigen Pause respektabel zurückgemeldet. Doch vor der knappen 83:86-Niederlage bei Champions League-Starter medi Bayreuth gab es einige Aufregung.

Weil es nach Bayreuth gute 350 Kilometer sind und am Sonntag bereits um 15 Uhr gespielt wurde, war die BG bereits am Samstag angereist und übernachtete in einem Hotel vor Ort. Für den Sonntagvormittag hatte Trainer Johan Roijakkers die übliche Video-Vorbereitung angesetzt. Doch zwei Spieler stießen zu spät dazu: Malik Müller und Evan Smotrycz. Die Folge davon war die Nichtberücksichtigung für das Spiel am Sonntagnachmittag. Aus disziplinarischen Gründen verzichtete Roijakkers auf sie, trat nur mit zehn Akteuren an. Der BG-Trainer greift durch: „Beide bekommen eine Geldstrafe.“ Beim Training in dieser Woche sind sie wieder dabei.

Bessere statistische Werte

Doch auch ohne das „Schläfer-Duo“ kamen die Veilchen bei den Franken viel besser zurecht als gedacht und stellten die sonst so heiße Oberfrankenhalle lange Zeit ruhig. Und Roijakkers war von seinem Team geradezu begeistert und redselig: „Normalerweise spielt ein Team von Platz 17 scheiße, doch wir haben eine fantastische Leistung gezeigt.“ Seine Mannschaft habe sich gegenseitig viel geholfen, eine gute Rotation gehabt.

Mehrere statistische Werte unterstreichen die Auffassung des BG-Coaches. Die Veilchen hatten mehr Rebounds (32:29), mehr Assists (21:19) und sehr überraschend auch weniger Ballverluste: 14:19.

Und Roijakkers strich noch einen weiteren Aspekt heraus: „Man muss sich mal die Minuten der deutschen Spieler ansehen.“ Dominic Lockhart stand 31:51 Minuten auf dem Feld, nur Michael Stockton hatte mehr (36:15). Seine längste Spielzeit hatte Dennis Kramer (21:04), der einen sehr ansprechenden Auftritt hinlegte. Auch Stefan Haukohl (19:41) und Joanic Grüttner (16:47) konnten sich nicht beschweren, nicht berücksichtigt worden zu sein. Roijakkers: „Eine deutsche Mannschaft hat gegen eine Champions League-Mannschaft gespielt. Das ist einfach Klasse.“ weniger angetan ist Roijakkers von der Spielplangestaltung. Vom 15. Februar bis zum 3. März gibt die nächste Pause.

Rush-Rekord geknackt

Was ist die Erkenntnis aus dem ersten Spiel nach der Januar-Pause? Die BG hat im Kampf gegen den Abstieg neues Selbstbewusstsein und den Willen gezeigt, erstklassig bleiben zu wollen. Bayreuths Topteam ist nicht der Maßstab, an dem sie sich orientiert. Brion Rush hat bei seinem Comeback gezeigt, wie wichtig er ist (23 Punkte). Seine Saisonbestmarke (35 Punkte gegen München) wurde allerdings geknackt: Von Gießens Ex-Münchner John Bryant, der 38 Zähler gegen Oldenburg erzielte. (haz/gsd)

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