Basketball-Bundesliga: 88:90 - Starkes letztes Viertel in der Overtime nicht belohnt

BG mit viel Pech im Krimi

Bester Werfer: Mit 20 Punkten war Chris Olivewr erfolgreichster Werfer der Veilchen in Frankfurt. Foto: Jelinek

Frankfurt. Das war schon ein Vorgeschmack auf die Play-offs! Trotz Riesen-Kampfes verlor die BG Göttingen nach Verlängerung unglücklich mit 88:90 (34:46, 78:78) bei den Frankfurt Skyliners und kassierte damit inklusive der Pokal-Schlappen die vierte Niederlage in Serie. Ein wichtiger Punkt im Kampf um den Platz unter den besten vier Teams für die Viertelfinal-Play-offs ging damit verloren.

Der Auftakt verlief für die Göttinger alles andere als nach Wunsch. Dreier-Versuch Rochestie nichts, Dreier von Kulawick nichts, der dritte Versuch von John Little – ebenfalls erfolglos. Von Treffsicherheit keine Spur, das war wohl wie gegen Bamberg im Pokal-Halbfinale eine Woche zuvor an selber Stelle. Da Frankfurt zunächst ebenfalls nicht traf, dauerte es 3:35 Minuten, ehe Little den 0:5-Rückstand auf 2:5 verkürzte.

Frankfurt mit neuem Trainer

Viel sicherer traten die Skyliners auf. Klar, dass die Spieler es ihrem neuen Coach zeigen wollten, wie gut sie sind. Gordon Herbert hatte Anfang der Woche den Türken Murat Didin abgelöst – für die BG ein Wechsel zur Unzeit. So nahm das Schicksal schon wieder seinen Lauf: Allein im ersten Viertel versenkten die Hessen vier Dreier im Göttinger Korb. Im Moment, so scheint’s, haben die Veilchen Schwierigkeiten, gegen die Drei-Punkt-Würfe des Gegners zu verteidigen. 20:13 nach zehn Minuten, gar 25:13 zu Beginn des zweiten Durchgangs – das sprach Bände.

Patrick reagierte mit einer Auszeit. Mit der Folge, dass Antoine Jordan und Michael Meeks ihr Team mit den ersten beiden BG-Dreiern auf 21:28 heranbrachte. Chris Olivers dritter Dreier und ein Zweier sorgte für ein 28:32 aus Gäste-Sicht – der knappste Rückstand in der ersten Halbzeit. Zwar dämmten die Südniedersachsen den „Dreier-Hagel“ der Skyliners im zweiten Viertel ein, doch immer wieder bewiesen die Frankfurter, die Gäste in Schach halten zu können. Auch an der Freiwurflinie waren die Südhessen nervenstärker als ihr Kontrahent. Aufregung noch in der Schlusssekunde der ersten 20 Minuten: Ben Jacobsons „Buzzer-Beater“ schlug erst Sekundenbruchteile nach der Sirene ein – so die Entscheidung der Referees. Konnte man auch anders sehen…

So sehr sich die BG auch mühte – die Aufholjagd blieb auch im dritten Viertel erfolglos. Bis auf 52:59 war das Patrick wieder herangekommen (auch durch einen „Alley-op“ Olivers), aber Seth Doliboa setzte seinen vierten Dreier dagegen.

16:4-Lauf der Gäste

Doch dann dieses letzte Viertel! Die Göttinger rissen sich nochmal zusammen, legten einen 16:4-Lauf hin und kamen auf 68:70 heran. Pure Dramatik dann in der Schlussphase: Jordan und McNaughton mussten mit dem jeweils 5. Foul raus. Rochestie bringt die BG auf 72:73 heran. 3,1 Sekunden vor Ende gleicht Rochestie mit Freiwürfen zum 78:78 aus. Verlängerung!

Die wurde zum Dreier-Festival. Meeks, Oliver und Kulawick trafen für die BG. Da aber auch die Schiris nicht auf BG-Seite waren, wurde es trotz aller Anstrengung doch nichts mehr. Aubrey Reese warf Frankfurt letztlich zum Dusel-Sieg. 

„Wir haben das Spiel am Anfang, nicht am Ende verloren. Wir sollten lernen, dass wir nicht 27 Minuten zum Aufwärmen benötigen, sondern wir müssen lernen, gleich von Beginn an Gas zu geben“, analysierte Patrick.

Von Helmut Anschütz

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