„Sport1“ überträgt drei Partien

Vier Siege, sechs Niederlagen: BG Göttingen weiter voll im Soll

Überraschende Rückkehr: Göttingens Jermaine Mallett (am Ball), mit den Veilchen in die Bundesliga aufgestiegen, im Duell mit dem MBCer Simonas Serapinas. Foto: Jelinek

Göttingen. Auch wenn das deutliche 66:89 die vierte Heimpleite für die Veilchen war: Nach zehn in der Basketball-Bundesliga absolvierten Spielen ist die BG Göttingen voll im Soll.

Vier Siege, sechs Niederlagen – es gibt einige Teams, die diese Zwischenbilanz gern hätten. Auffällig ist dabei allerdings das Verhältnis von Heim- und Auswärtssiegen: Nur gegen Bremerhaven konnten die Fans bisher zuhause jubeln. Dem einzigen Heimsieg stehen dagegen drei Auswärtserfolge in Crailsheim, München und der wichtige Derby-Zweier in Braunschweig gegenüber.

Bemerkenswert selbstkritisch analysierte Dominik Bahiense de Mello die Schlappe gegen den MBC. „Ich war nicht im Spiel und die Mannschaft insgesamt auch nicht“, meinte der Deutsch-Brasilianer, der sich nach seiner langen Verletzungspause gerade wieder herangekämpft hat. „Wenn wir gerade etwas Kontrolle übers Spiel gewonnen hatten, hat der MBC wieder getroffen. Wir sind in die Realität zurückgeholt worden“, meinte de Mello. Und brachte einen nicht unbedeutenden Faktor ins Spiel: Khalid El-Amin.

Weiter Schonung für El-Amin

Der 50-malige Chicago-Bulls-Spieler hat weiter Bauchmuskelprobleme, fehlte gegen den MBC. „Ich versuche zu trainieren“, meinte der 35-jährige Spielmacher nach dem Spiel. „Kein Tübingen, vielleicht Hagen“, baute BG-Coach Johan Roijakkers sicherheitshalber vor. Bedeutet: Beim erneut wichtigen Auswärtsmatch beim Vorletzten Tübingen wird El-Amin kommenden Samstag erneut fehlen. Dann folgt das erste spielfreie Wochenende, ehe es am 14. Dezember nach Hagen geht. Das sind drei Wochen, in denen sich El-Amin regenerieren kann. „Khalid gibt uns Qualität“, meint de Mello. „El-Amin macht alle anderen Spieler besser“, ergänzt Roijakkers.

Glücklicherweise fand die BG ganz schnell Ersatz – in eigenen Reihen. Seit Saisonbeginn ist Jermaine Mallett weiter in Göttingen, trainierte auch ohne Vertrag für den Aufstiegshelden mit. Große Akzente konnte der US-Boy, der jederzeit gehen kann, sich gestern bei Bundesliga-Absteiger Würzburg vorstellte und für den die BG zurzeit noch keine Lizenzgebühr (sonst 3000 Euro pro Spieler für den Ausbildungsfonds) zahlen musste, zwar noch nicht setzen. Aber ihm sind die BG-Organisation und das Umfeld bekannt, er ist keiner, der sich völlig neu eingewöhnen muss.

Bis zum 21. Dezember ist Mallett lizensiert, theoretisch könnte er die Spiele in Tübingen und in Hagen sowie das erste Spiel in der Lokhalle gegen ratiopharm Ulm (20. Dezember) noch mitmachen.

Unterdessen hat Dominik Bahiense de Mello schon wieder eine Kampfansage parat: „Dann müssen wir eben in Tübingen gewinnen“, meinte er nach der MBC-Pleite selbstbewusst. Die Schwaben werden es zu registrieren wissen.

• Der Sportkanal „Sport1“ scheint noch mehr auf die BG abzufahren. Nach den Spielen in Hagen (14.12., 20.15 Uhr) und gegen Ulm (20.12., 15.30 Uhr) wird mit dem Auswärtsmatch in Oldenburg (25. Januar 2015, 17 Uhr) schon die dritte Veilchen-Partie im „Free-TV“ live übertragen. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.