Basketball

Vier Spieler fast ohne Einsatzchance bei der BG Göttingen

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Solider Testspiel-Einstand: Der neue BG-Spieler Zane Waterman (re., gegen Hagens Ex-BGer Dominik Spohr) erzielte zehn Punkte gegen Jena und neun gegen Hagen. 

Göttingen – Die ersten beiden Testspiele gegen die Zweitligisten Science City Jena und Phoenix Hagen sind gespielt. Was haben sie Basketball-Bundesligist BG Göttingen gebracht? Die ersten Erkenntnisse nach rund zwei Wochen Training.

Jena (mit einem Fast-Bundesliga-Kader) war eine Klasse besser als Hagen. Gegen die Thüringer musste sich die BG strecken, um noch 82:78 zu gewinnen. Hagen leistete beim 113:65 der Veilchen zu wenig Gegenwehr.

Was schon ordentlich klappte, war das schnelle Umschaltspiel. Dabei glänzte zum Beispiel Bennet Hundt. Der kleine Wirbelwind agierte sehr flink mit schnellen Beinen, setzte die Mitspieler gut ein und traf auch selbst. Er übernahm den Hauptanteil im Spielaufbau, weil der Ex-Bayreuther Kyan Anderson wegen Oberschenkelproblemen gegen Jena keine zehn Minuten spielen konnte und gegen Hagen nur Zuschauer war. Hundt war knapp 30 Minuten dabei – ein Scouting gab es in den Geheim-Tests nicht. Von den Neuen rückte Hundt am meisten in den Blickpunkt.

Die neuen US-Boys Zane Waterman (gegen Jena 10 Punkte, Hagen 9) und Terry Allen (6/12) agierten solide, ohne aufzufallen. „Sie müssen sich noch an die Physis in der BBL gewöhnen“, sagt BG-Trainer Johan Roijakkers. Überhaupt sieht er in Sachen Fitness gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres Nachholbedarf: „Wir sind noch nicht so gut in Form wie letztes Jahr.“ Weder Jena noch Hagen hätten BBL-Niveau dargestellt. Die „alten Hasen“ Lockhart, Kramer, Carter, Andric und Mönninghoff hatten viele gute Ansätze – in der Defensive waren freilich Lücken nicht zu übersehen.

Für einen Vertrag empfohlen hat sich Elias Lasisi. Der Belgier trumpfte als Shooting Guard stark auf, nicht nur wegen seiner 18 und 27 Punkte. Körperlich mögen ihm vielleicht ein paar Kilo fehlen, doch an Spielverständnis und vor allem Treffsicherheit gab es wenig auszusetzen. Bekommt er den sechsten und letzten Ausländerplatz bei der BG, den Roijakkers in der vergangenen Serie so sehr anmahnte, aber nicht erhielt?

Krass und ungewöhnlich bleibt die Trainer-Ansage zu den Neuen Daniel Loh, Kevin Bryant, Marvin Omuvwie und Dolf Veltman: „Sie werden in der Bundesliga keine Minute spielen. Wir haben sie nur als Trainingsspieler verpflichtet.“ Fast noch nie gehörte Töne! Zumindest wissen die Spieler aber von vornherein, woran sie sind. Beim jungen Holländer Veltman war indes klar, dass er nur fürs NBBL-Team spielen wird. Der Ex-Nürnberger Omuvwie bekam in den Tests aber Einsätze im einstelligen Minutenbereich.gsd

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