Vor drittem Halbfinale: BG-Ladies stellen Lizenzantrag

Sie schreien ihre Freude raus: Die feiernden Veilchen Ladies Jana Lücken, Mo Smalls, Jenny Crowder und Raven Anderson (v.l.) bauen nach dem Sieg gegen den TKH ihre Anspannung ab. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Mehr als eine Stunde nach der Schlusssirene kam Richard Crowder nach einem kurzen Luftschnappen nochmal in die FKG-Halle und ballte beide Fäuste.

Man spürte förmlich, wie der aus Sheffield (England) stammende BG-Chef nicht nur innerlich ein „YES“ herausbrachte. Der Geschäftsführer der „Veilchen Ladies Unternehmer-Gesellschaft“ war offenbar hochzufrieden über den Spielausgang am Ostersamstag „seiner“ BG-Ladies im zweiten Halbfinale gegen den TK Hannover (77:76). Ein drittes und entscheidendes Spiel am kommenden Sonntag (16 Uhr) wieder in der Uni-Halle am Moritzwinkel in Hannover erzwungen – davon war nicht von vornherein auszugehen.

Und Crowder hatte, nachdem der erste Überschwang der Gefühle abgeklungen war, noch eine gute Nachricht: „Ich habe vergangene Woche den Lizenzantrag für die Bundesliga abgegeben.“ Man kann ja nie wissen...

BG 74-Trainer Hermann Paar war nach dem 77:76-Krimi fast die Ruhe selbst geblieben, analysierte ganz sachlich: „Wir haben mit Herz gespielt und noch Luft nach oben, Prinzipiell haben wir keinen Druck.“ Hannovers Star-Duo Melissa Jeltema und Stefanie Grigoleit könne man nicht ganz aus dem Spiel nehmen, aber die Veilchen-Ladies haben deren Punkte mit je 17 im Rahmen gehalten. Hannovers US-Girl Rayvan Johnson habe man, so Paar, dagegen „im Griff“ gehabt. Nach dieser außerordentlichen Kraftsanstrengung hatte Paar seinem Team Ostersonntag und -montag frei gegeben.

„Für solche Spiele macht man doch den ganzen Scheiß!“

Schade nur, dass diese wohl beste Saisonleistung der BG-Ladies nur 350 Zuschauer sahen – eine traurige, dürftige Kulisse. Dieses Spiel hätte sicher eine vierstellige Besucherzahl verdient gehabt. „Das war doch beste Unterhaltung, eine grandiose Leistung“, fasst Richard Crowder zusammen. „Für solche Spiele macht man doch den ganzen Scheiß.“

Organisatorisch gefordert war nun auch Teammanager Andreas Fink. Er musste kurzfristig zwei Kleinbusse für die Tour nach Hannover am kommenden Sonntag besorgen; ebenso buchten die Fans wieder einen Bus.

Spannend bleibt, wie der TKH die erste Saisonniederlage wegsteckt. Hannovers Ex-Nationalspielerin Doro Richter: „Für uns ist es schon eine Umstellung, jetzt so Druck zu bekommen.“ (haz/gsd-nh)

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