Vorm Rückrundenstart: BG zittert, „Versetzung“ gefährdet

Klare Ansagen sind jetzt nötig: Göttingens Trainer Johan Roijakkers (Mitte, im Anzug) während einer Auszeit im Kreis seiner Mannschaft. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. 17 Spiele sind absolviert, in Bayreuth startet die BG Göttingen am Sonntag (15 Uhr) 23 Tage nach dem Hinspiel gegen die Franken (70:93 verloren) in die Rückrunde der Basketball-Bundesliga. Trainer Johan Roijakkers, dessen Team zuletzt siebenmal verlor, und die HNA ziehen ein Zwischenzeugnis.

• Dominic Lockhart: Der beste deutsche BG-Spieler. Bundestrainer Rödl nominierte ihn gerade für die WM-Quali-Spiele gegen Serbien (23. Februar) und in Tiflis gegen Georgien (25. Februar). Bisher zwei Länderspiele. Roijakkers: „Er ist überraschend stark.“ Lockhart fehlte der BG gegen Gießen. Schulterprobleme auskuriert.

• Leon Williams: Roijakkers‘ holländischer Landsmann habe bessere Statistiken als in der vergangenen Saison. Manchmal sei er in seiner Rolle überfordert. Sehr schwankend in seiner Leistung.

• Evan Smotrycz: „Er ist in schlechter Form gekommen“, so der Coach. Fing aber ordentlich an, sackte dann ab. Wenn seine Dreier nicht fallen, kaum noch ein Faktor.

• Dennis Kramer: Siehe Smotrycz! Er musste viele Spiele auf der Bank brummen. Roijakkers hielt ihn für zu weich. Zuletzt aber öfter reingekommen. War dabei nicht schlechter als andere...

• Malik Müller: Ein Streetball-Typ. Kam, so Roijakkers, außer Form. Er sei „ein Projekt“, müsse „essen, trinken, regenerieren“ lernen.

• Darius Carter: Bisher nur acht Spiele nach komplizierter Verletzung am rechten Handgelenk vor dem Braunschweig-Derby. Roijakkers rechnet „Mitte März“ mit dem „Big Man“, der der BG so sehr fehlt. Nach seinem Ausfall verlor die BG alle Spiele.

• Brion Rush: Zählt wie Lockhart zu den Überraschungen. „Trifft hochprozentig“, so Roijakkers. Hat aber Defizite in der Defensive. Er fehlte beim wichtigen Spiel in Erfurt (Tod des Vaters). Sein Schnitt: 14,3 Punkte in 15 Spielen, 40 Prozent Dreier.

• Michael Stockton: Der beste Ausländer! Kopf des Teams, „Mastermind“ und Kämpfer vor dem Herrn. Konnte ausgerechnet bei der bitteren Pleite beim Abstiegsduell in Tübingen verletzt nur zehn Minuten spielen. Fast unersetzlich, aber auch nicht unfehlbar.

• Jordan Loveridge: Roijakkers entdeckte ihn während des Sommercamps in Las Vegas. Oft zu wechselhaft. Kämpft aber wie früher Nick Livas.

• Harper Kamp: Bisher sechs Einsätze nach dem Comeback, läuft seinem Niveau von früher hinterher. „Hat sieben Monate nicht gespielt“, so Roijakkers, was man jetzt merke. „Er ist aber positiv in der Gruppe“.

• Stefan Haukohl: „Spielt wie erwartet“, so Roijakkers. „Ich bin zufrieden.“ Kann man aber auch anders sehen: Von ihm hat man sich mehr erhofft. Wird (zu oft?) an seinen 24 Punkten letzte Saison für Jena gegen die BG gemessen.

• Joanic Grüttner: Heimste viel Lob vom Coach ein. Er attestierte ihm große Fortschritte, weil er im letzten Sommer hart gearbeitet habe. Neben Lockhart zweiter junger Deutsche mit Potenzial. Erfahrung und Cleverness fehlen noch.

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Roijakkers: „Es wäre gut, wenn wir im letzten Saisonspiel noch um den Klassenerhalt spielen könnten. Aber es wird schwierig. Das Team von vorletzter Saison (das sich durch Kulawicks Dreier gegen Würzburg rettete, d. Red.) hatte Talent und Persönlichkeit (El Amin), aber oft keinen Bock. Das aktuelle Team gibt immer alles, aber es reicht oft nicht. In Bayreuth müssen wir so lange wie möglich im Spiel bleiben. Aber medi ist doppelt so stark wie letzte Saison.“ (haz/gsd-nh)

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