Basketball-Bundesliga: Schwer erkämpfter Göttinger 56:52-Erfolg in Tübingen

BG wahrt Playoff-Chance

Göttingens Feier-Männer: Dwayne Anderson (r.) und Louis Dale hatten nach dem Sieg in Tübingen ziemlich gute Laune. Anderson kam auf 17 Punkte, Dale auf sechs durch zwei Dreier. Foto: Jelinek

Tübingen. Das war eine absolut schwere Geburt! Mit einem 56:52 (20:23)-Sieg bei den Walter Tigers Tübingen hat die BG Göttingen gestern die kleine Chance auf die Playoffs in der Basketball-Bundesliga gewahrt. In einem Spiel mit ganz wenigen Punkten („low scoring game“) entschieden am Ende die besseren Nerven der Veilchen, die in dieser Saison ihren erst fünften Auswärtserfolg klarmachten. Bei den Schwaben war es aber schon der vierte Erfolg in der vierten Erstliga-Saison.

„Ein Arbeitssieg“, fand BG-Geschäftsführer Marc Franz. „Wir hatten viele Ballverluste, und Tübingen hat nicht gut getroffen. Es war kein schönes Spiel.“ Aber eben erfolgreich! Was nach der Niederlage am vergangenen Freitag in Bremerhaven (62:75) ganz wichtig war, um nicht schon vorzeitig die Segel im Kampf um die Playoff-Qualifikation zu streichen. Franz: „Am Ende hat Dwayne Anderson die richtigen Entscheidungen getroffen.“ Hinterher war „Euro-Dwayne“ so erschöpft, dass er sich übergeben musste.

„Wenn man gewinnt, ist die Fahrt nach Tübingen nicht so lang.“

BG-coach John Patrick

„Anderson hat alles gegeben“, lobte auch Coach John Patrick seinen gestern besten Scorer. „Ich bin sehr stolz, dass wir diesen Sieg geholt haben. Aber die Jungs waren nach der langen Fahrt sehr müde“, meinte Patrick. Schließlich war es auch die vierte Partie in nur acht Tagen für die Veilchen.

Punkte wollten im ersten und zweiten Viertel zunächst überhaupt nicht fallen. Nach Tübingens 4:2 sorgten BG-Kapitän John Little, Jason Boone mit zwei Freiwürfen und Louis Dale per Dreier für die Göttinger 9:4-Führung. Doch die Tigers konterten mit einem 7:0-Lauf zum 11:9. Mit 13:11 endete der Auftaktabschnitt. Nach Littles 13:13 fiel dann erst mal drei Minuten gar kein Korb. Markovic’ Dreier zum 16:15 konterte Dale mit seinem zweiten zum 18:18. Mit einem 23:20 ging’s danach in die Kabine - ein Resultat, das die BG sonst meistens sogar schon im ersten Viertel übertrifft.

Mit Beginn der zweiten Hälfte blieb es eng, spannend und dramatisch, aber eben nicht gut. Wenn man am Ende gewinnt, kann man darauf aber auch mal verzichten.

Bei den Tigers bekam die BG vor allem Radovan Markovic und Branislav Ratkovica nicht in den Griff. Immer wieder konnten die beiden Tübinger punkten. Doch in Form von Anderson boten die Veilchen Paroli. So glich er zum 37:37 nach 30 Minuten aus.

Am Mittwoch kommt Berlin

Im letzten Viertel ging’s dann hin und her: Mal Tübingen vorn (44:41), mal die BG durch Andersons Dreier zum 48:47. Spannung, Nervenkitzel pur! Mit Freiwürfen machten Boone, Bailey und Little schließlich das Spiel für die BG zu. Franz: „Man hat den Jungs die Reise-Strapazen angemerkt.“ Jetzt gilt’s, schnell zu regenerieren - Mittwoch kommt Alba Berlin. (haz/gsd)

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