Basketball-EuroChallenge: Zwischenrunden-Gegner aus Zypern, Russland und Holland

BG weiter auf Europa-Kurs

Starker Auftritt: Göttingens Michael Meeks traf bei 16 Punkten so oft wie noch nie in dieser Saison. Hier gelingt ihm neben seinen vier Dreiern gegen Podgorica ein spektakulärer Dunk. Foto: Jelinek

Göttingen. Den Vorwurf, nicht alles getan zu haben, um das letzte Spiel in der Gruppe A der EuroChallenge gegen KK Buducnost aus Podgorica zu gewinnen, kann sicherlich niemand dem Basketball-Bundesligisten BG Göttingen machen.

Noch eine Minute vor der Schlusssirene stand beim 74:74 dieses Match noch auf des Messers Schneide, am Ende fehlte den Gastgebern vor 1845 Zuschauern aber die Kraft.

74:80 verloren die Südniedersachsen dieses Spiel, das gleichwohl unbedeutend für die Platzierung in der Gruppe A war. Die BG blieb Tabellenerster vor Podgorica und trifft nun in der Zwischenrunde (siehe Spielplan unten) auf Limassol (Zypern), Samara (Russland) und Hertogenbosch (Niederlande).

Überraschend an diesem Abend, bei dem zwar Chris McNaughton und Chris Oliver auf dem Spielprotokoll auftauchten, jedoch aufgrund von Verletzungen für das Bundesligaderby am Samstag gegen Braunschweig geschont wurden, war die „Auferstehung“ des bereits 37 Jahre alten Michael Meeks. Bisher wenig eingesetzt, stand Meeks nunmehr im Mittelpunkt dieser hart umkämpften Partie. Vier von fünf Dreiern versenkte er im Podgoricer Korb, eine erstaunliche Wurfquote „Ich hätte lieber nur zwei Punkte gemacht und stattdessen gewonnen“, blieb der Deutsch-Kanadier bescheiden.

Am Ende Kontrolle verloren

BG-Trainer John Patrick konnte trotz der Niederlage mehr als zufrieden sein mit der Leistung seines Teams, das die Ausfälle nicht ganz kompensieren konnte, sich aber dennoch hervorragend aus der Affäre gegen ein europäisches Spitzenteam gezogen hatte. Eine Reduzierung der eigenen Fehler hätte sicherlich einen Sieg gebracht. „Am Ende haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren“, so Patrick. Am Ende waren sich aber dennoch alle einig, dass ein Sieg am Samstag im Derby gegen Braunschweig schwerer wiegt als diese Niederlage gegen die Montenegriner.

Aufgrund des gegenüber den punktgleichen Mannschaften aus Podgorica (schaffte mit der BG den Einzug in die Zwischenrunde) und Dünkirchen besten Quotienten (Pluspunkte geteilt durch Minuspunkte) schlossen die Veilchen diese Vorrunde als Tabellenerster ab.

Das Weiterkommen von insgesamt vier deutschen Bundesligisten freute auch BBL-Geschäftsführer Jan Pommer: „Europa ist enger zusammengerückt. Die deutschen Klubs muss man jetzt auf der Rechnung haben.“ (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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