2. Basketball-Bundesliga: Zitter-Sieg in Jena

Wenzl: Keine klaren Siege mehr

Göttingen. Auch nach dem ersten Rückrunden-Spieltag ist die BG Göttingen in der 2. Basketball-Bundesliga das Maß aller Dinge geblieben. Mit 26 Punkten führt sie die Tabelle an – überraschend vor dem SC Rasta Vechta, der als Aufsteiger die etablierten Klubs wie Karlsruhe und Düsseldorf leicht abgehängt hat. Nach dem Heimspiel am Samstag gegen die Baskets Essen kommt es am niedersächsischen Wahl-Sonntag (20. Januar) in Vechta zum Spitzenspiel bei den „Rastafaris“.

Insofern war der schwer erkämpfte 88:85-Sieg am Samstag in Jena schon einmal ein wichtige Erfahrung für die Mannschaft von Coach Johan Roijakkers, wie „eng“ es jetzt in die Rückrunde werden kann. Die Veilchen sind zwar in fast allen Positionen sehr erfahren, dennoch gilt es offenkundig, noch einen Lernprozess durchzumachen, wie man einen klaren und souveränen Vorsprung auch ohne Nervenkitzel über die Zeit bringt. In Jena kriegte die BG gerade noch die Kurve und hatte am Ende Nerven wie Drahtseile.

„Wir sind schwach aus der Kabine gekommen“, meinte Michael Wenzl nach der 53:38-Pausenführung. „Wir mussten erst wieder unseren Level finden. In der Rückrunde wird es für uns keine Siege mehr mit 25 Punkten Unterschied geben“, blickte der Center voraus angesichts der kommenden schweren Auswärtsspiele.

Was zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass Michael Crowell (23:09 Minuten) durchaus ein Faktor für das Team sein kann. In vielen Spielen mit wenig oder sogar gar keiner Einsatzzeit bedacht, stand der Deutsch-Amerikaner in Jena in der „starting five“ – natürlich auch deswegen, weil Marco Grimaldi nicht eingesetzt werden konnte. „Im allerersten Training nach der Weihnachtspause hat der Muskel im linken Oberschenkel zugemacht“, berichtete der BG-Spielmacher. So musste der Coach die „Deutschen-Rotation“ mit nur drei Spielern plus Nachwuchstalent Steffen Teichert (2:09 Minuten Einsatz) bestreiten.

Patrick zu den Neckar-Riesen

Basketball-Bundesligist Neckar-Riesen Ludwigsburg hat gestern die Reißleine gezogen. Der Tabellenvorletzte verpflichtete den langjährigen BG-Trainer John Patrick, der Steven Key ablöst. Patrick war der Vertrag beim Ludwigsburger Ligakonkurrenten Würzburg Ende vergangener Saison vorzeitig gekündigt worden. Seitdem hatte der Göttinger Coach kein weiteres Engagement mehr und soll nun Ludwigsburg vor dem drohenden Abstieg retten. (haz/gsd)

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