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Wieder Bomben-Beseitigung: BG Göttingen muss sechs Heimspiele verlegen

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Immer wieder Probleme mit der Bomben-Beseitigung: die fast zwölf Jahre alte Sparkassen-Arena auf dem Schützenplatz.
Immer wieder Probleme mit der Bomben-Beseitigung: die fast zwölf Jahre alte Sparkassen-Arena auf dem Schützenplatz. © Hubert Jelinek/gsd

Schon wieder mal eine schlechte Nachricht für die BG Göttingen!

Göttingen – Nicht sportlich, denn da stehen die Veilchen mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in der Basketball-Bundesliga vor dem Samstags-Heimspiel (18 Uhr) gegen die Würzburgs Baskets ordentlich da. Vielmehr teilte die Stadt Göttingen am Freitag mit, dass sich der Verdacht, vier weitere Weltkriegsbomben gefunden zu haben, bestätigte und diese nun am 25.

März 2023 entweder entschärft oder kontrolliert gesprengt werden müssen.

Wegen der Vorarbeiten soll die Sparkassen Arena ab dem 5. Januar gesperrt werden. Das bedeutet für die BG, dass aller Voraussicht nach fünf oder sogar sechs Heimspiele verlegt werden müssen.

Für die BG geht diese schlechte Nachricht jetzt ans Eingemachte! „Einen Umzug in eine andere Stadt können wir finanziell nicht stemmen“, sagte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen, der derzeit an Corona erkrankt und zuhause ist, am Freitag zur HNA. „Irgendwann ist mal Ende, bei uns sind Jobs in Gefahr. Die Grundlage unseres Geschäfts wird uns unter den Füßen weggezogen.“ Schon bei der Verlegung des ersten Chemnitz-Heimspiels sagte BG-Chef Meinertshagen: „Das ist für uns eine Katastrophe!“

Nachdem das Chemnitz-Match bereits verlegt werden musste (Termin offen), müssen nun auch die Heimspiele gegen Hamburg (Sonntag, 15. Januar), Heidelberg (Sonntag, 22. Januar), Bayreuth (Dienstag, 30. Januar), Crailsheim (Samstag, 11. Februar), Oldenburg (Samstag, 4. März) und Bonn (Samstag, 18. März) verlegt werden.

Meinertshagen hatte von der Sperrung der S-Arena schon am Mittwoch erfahren in einem Telefonat mit dem Ersten Stadtrat Christian Schmetz. Man habe andere Lösungen finden wollen, aber der Kampfmittel-Beseitigungsdienst habe auf die Dringlichkeit hingewiesen.

„Wir müssen schnellstmöglich eine Lösung mit der Stadt finden“, sagt Meinertshagen am Freitag. Offenbar kommt dabei möglicherweise doch wieder die Lokhalle als Spielort ins Gespräch, die sonst über Monate mit Konzerten, Messen, Tagungen ausgebucht ist. „Sie ist Teil der Gespräche“, deutete der BG-Chef aber an. Andere (fragliche) Variante: „Ist die S-Arena nur für die BG-Spiele zu ertüchtigen?“, so Meinertshagen. Außer der zu Saisonbeginn angefragten Kasseler Eissporthalle standen andere Hallen nicht zur Verfügung.

„Wir prüfen das, sind im engen Austausch mit der BG, GoeSF und Stadt“, sagt Kai Ahlborn (stellvertretender Leiter Veranstaltungs-Management der Lokhalle). „Unsere Halle ist zwei, drei Jahre im Vorfeld ausgebucht. Und Auf- und Abbau-Arbeiten leiden derzeit unter großem Personalmangel.“

Klar ist: Die BG hat jetzt nicht nur aktuelle sportliche Gegner. Sondern auch mit den bevorstehenden Spielverlegungen eine Situation, die sie in ihren wirtschaftlichen Grundfesten erschüttert und an den Rand der Belastbarkeit führt.  (haz/gsd)

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