Basketball-Bundesliga: BG-Neuzugang Nico Simon trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub Braunschweig

„Wir haben nichts zu verschenken“

Dribbelt mit links: Göttingens Neuzugang Nicolai Simon (am Ball) im Test vor der Saison gegen Decins Filip Halada. Foto: zje/gsd

Göttingen. Je länger die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga spielt (die vierte Saison in Folge), umso mehr gibt es personelle Konstellationen, die für interessante Aspekte sorgen. So wird das Heimspiel der Veilchen am Samstag (18 Uhr) für einen neuen BGer zu einem speziellen Spiel: Nicolai Simon (30) trifft auf seinen Ex-Klub Löwen Braunschweig.

„Das ist schon ein besonderes Spiel“, lächelt der nach Brion Rush, der am Mittwoch seinen 33. Geburtstag feierte, zweitälteste BG-Spieler. Drei Serien war Nico Simon in Braunschweig. „Unter Raoul Korner hatte ich zwei gute Jahre dort.“ Unter dem aktuell am Knie verletzten Coach Frank Menz, Nachfolger des nach Bayreuth gewechselten Österreichers Korner, kam Simon indes nicht mehr wie zuvor zum Zuge. „Da stimmte einiges nicht“, möchte er dieses Kapitel lieber abhaken.

Umso erfreuter ist Simon nun nach gut drei Monaten in Göttingen, wie es in Südniedersachsen läuft. „Göttingen ist eine schöne Stadt, sehr lebendig“, sagt Simon, der sein Geburtsdatum 3.1. als Rückennummer trägt. „Und im Klub wird sich mit vielen kleinen Dingen um einen so gekümmert, dass man sich wohlfühlt“, sagt er. So etwas habe er zuvor in dieser Form nicht erlebt.

Seit Mai verheiratet

Auch privat hat Simon sein Glück gefunden. Seit Mai ist er mit Dominique verheiratet, Töchterchen Siona (eindreiviertel) hält Papa und Mama auf Trab. Da passt es, dass Simons Mutter Sybille ab und an als Babysitter kommt, wenn seine Frau in ihrer Heimat Berlin arbeitet. Um das kleine Verwirrspiel zu vollenden: Kennengelernt haben sich die Simons in der Zeit, als er für Bayreuth spielte und sie dort tätig war. Und: Simons Eltern sind in Keltern (bei Karlsruhe) ansässig, wo der deutsche Frauen-Vizemeister beheimatet ist. Der ältere Bruder Dorian lebt in Frankfurt, kreiert dort Web-Seiten.

Und sportlich? Ist Simon mit der BG in Gang gekommen. „Wir haben ein schweres Anfangsprogramm gehabt, hatten aber zuletzt die richtigen Antworten“, sagt der Pointguard. Vier Siege aus den vergangenen fünf Partien sind „eine sehr positive Entwicklung. Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt Simon, der an der Fern-Uni Ansbach „International Management“ studiert – mit der Idee im Hinterkopf, später einmal in diesem Bereich etwas beruflich zu machen.

Noch guter Kontakt

Mal sehen auch, wie es am Samstag gegen Braunschweig läuft. Mit dem Löwen-Österreicher Thomas Klepeisz besteht noch guter Kontakt, ebenso mit weiteren deutschen Spielern wie Ebert, Lagerpusch, Figge und Alte. „Es gibt noch einige Verbindungen“, meint Simon über die Kontakte zu seiner früheren Mannschaft. Auf Simon‘sche und Göttinger Zurückhaltung darf Braunschweig jedoch nicht bauen. Simon: „Zuhause haben wir nichts zu verschenken!“ (gsd)

Von Helmut Anschütz

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