Basketball-Bundesliga: Frankfurts Top-Star ist wertvollster und erfolgreichster Spieler

Wood ist der Skyliners-Star

Frankfurt/ Göttingen. Für Basketball-Verhältnisse ist er ein Zwerg: Nur 1,85 Meter groß. Für Basketball-Verhältnisse ist er auch ein Fliegengewicht: Nur 73 Kilo schwer. Und doch ist DaShaun Wood (25) in der deutschen Basketball-Bundesliga ein Riese. Der Amerikaner wurde zum wertvollsten Spieler („Most Valuable Player“/MVP) der Saison und auch zum „Best Offensive Player“ (bester Offensiv-Spieler) gewählt. Und obendrein ist Frankfurts Basketball-“Floh“ auch noch der treffsicherste Akteur der BBL: Mit 19 Punkten pro Spiel führt er auch in dieser Wertung.

„Wir müssen versuchen, ihn aus dem Spiel zu nehmen“, sagt BG-Coach John Patrick voller Respekt über den Star der Skyliners. In den bisherigen beiden Spielen dieser Saison hat dies nicht wirklich geklappt: Bei der 58:70-Heimniederlage am 3. November 2010 markierte Wood 18 Zähler für die Südhessen, und bei der 82:88-Schlappe am 12. März sogar 25. Sagenhafte 22 Mal war Wood in der Vorrunde Frankfurts Topscorer. Seine Saison-Bestmarke stellte er im Heimspiel gegen Tübingen auf, als er 34 Punkte beisteuerte.

Nur Phantoms stoppten ihn

Den Skyliners-Pointguard zu stoppen, ist fast unmöglich. Wie es geht, hat aber Braunschweig im Pokal-Halbfinale gegen die Mannschaft von Coach Gordon Herbert vorgemacht. Wood machte zwar 24 Punkte, blieb aber sonst eher unauffällig. Und die Braunschweiger schalteten die Südhessen aus.

Der Mann mit dem Stirnband, der von Benetton Treviso (Göttingens Eurocup-Viertelfinalgegner) an den Main kam, ist natürlich nicht Frankfurts einziger Aktivposten. Der nachverpflichtete Ex-NBA-Star Roger Powell (13,3 Punkte/Spiel), Jimmy McKinney, Quantez Robertson, der Finne Kimmo Muurinen sowie die Deutschen Dominick Bahiense de Mello, Routinier Pascal Roller und Marius Nolte - von der Anzahl und von der Klasse her scheint das Herbert-Team der BG überlegen zu sein.

Weggesteckt haben die Skyliners auch das Drama um Ajene Malaki Moye, der beim Training einen Schlaganfall erlitt und nur neun Spiele absolvierte. Der Klub stand weiter zu ihm und nach seiner Rekonvaleszenz ist Moye wieder tatendurstig. An ein Comeback auf dem Parkett ist aber noch nicht zu denken.

Trotz der beiden Niederlagen in dieser Serie ist die Gesamtbilanz aber mit 4:4-Siegen ausgeglichen.  Das Viertelfinale wird eine spannende Serie. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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