2. Basketball-Bundesliga: BG Göttingen bangt bis kurz vor Schluss um 85:79-Erfolg

Zittersieg dank Freiwürfen

Ein „Floater“ vom Topscorer: Göttingens Akeem Vargas (mit gift-grünen Schuhen) fliegt dem Heidelberger Korb entgegen – Janis Heindel (re.) und Oliver Komarek (13) können es nicht verhindern.
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Ein „Floater“ vom Topscorer: Göttingens Akeem Vargas (mit gift-grünen Schuhen) fliegt dem Heidelberger Korb entgegen – Janis Heindel (re.) und Oliver Komarek (13) können es nicht verhindern.  

Göttingen. Im Zweitliga-Spiel zwischen der BG Göttingen und den MLP Academics Heidelberg lagen die Veilchen nach 30 Minuten 58:61 zurück und hatten vor allem im vorletzten Durchgang alles andere als einen guten Eindruck gemacht.

Doch am Ende hatte es wieder einmal gerade noch so gereicht: Durch den harten 85:79 (46:46)-Zittersieg schlossen die BG mittels der Vechtaer Niederlage in Cuxhaven wieder zum punktgleichen Tabellenführer auf.

Und der Einzug in die Playoffs ist im Prinzip geschafft! Theoretisch fehlen noch zwei Punkte dazu. Schon am nächsten Samstag kann die BG das Viertelfinale mit einem weiteren Heimsieg gegen Aufsteiger Gotha klarmachen.

Aber erneut war der (achte) Heimsieg eine schwere Geburt! Zwei Minuten vor Schluss lagen die Göttinger 74:76 zurück, da fasste sich Topscorer Akeem Vargas (in giftgrünen Schuhen) ein Herz und versenkte seinen dritten Dreier zum 77:76. Zwar glich Tristan Blackwood für Heidelberg nochmal aus, doch danach entschied die BG die Partie über die Freiwürfe, weil die Gäste foulen mussten, um in Ballbesitz zu kommen.

Gäste-Star White kein Faktor

Und plötzlich zeigte sich Vargas nervenstark, nachdem auch er sich zuvor diverse Unkonzentriertheiten geleistet hatte: Zwei Freiwürfe zum 79:77, zwei zum 81:77, dann Marco Grimaldi zwei zum 83:77 und nochmal Vargas zum 85:77. Darauf hatten die Heidelberger keine entscheidende Antwort mehr, nachdem sie der BG zuvor das Leben sehr schwer gemacht hatten, obwohl sie personell gehandicapt waren: Yannick Crowder bekam sein viertes Foul nach 17 Minuten, Topscorer Devin White nach 22.

Dennoch bekam die BG das Team von Gästecoach Tony Garbelotto kaum in den Griff: Clint Sargents fünf Dreier konnte sie nicht verhindern, ebenso nicht die Nadelstiche von Oliver Komarek und dem sehr unsauber spielenden Ayron Hardy, der viermal unfair den Ellenbogen ausfuhr, was die Fans mit „unsportlich, unsportlich“-Chören quittierten. Die Referees sahen geflissentlich darüber hinweg.

„Große Erleichterung“ verspürte BG-Trainer Johan Roijakkers nach einer „schwierigen Trainingswoche“ aufgrund des 59:60-Nackenschlags in Düsseldorf. „Unser Energie-Level hat viele Hochs und Tiefs.“ Man könnte auch sagen: Es war wieder „Achterbahn-Basketball“.

Phillips raus nach 35 Minuten

19 Ballverluste zeigen, dass die BG teilweise schlampig spielte. Haarsträubende Fehlpässe ließen die Fans raunen, doch Grimaldi & Co. bekamen immer gerade noch die Kurve, obwohl „Sulli“ Phillips nach 35 Minuten (5. Foul) raus musste. So blieb es bis in die Schlussminuten eine Gratwanderung.

Neben den Freiwürfen entschied letztlich die bessere „Defense“ der BG in der zweiten Hälfte. Und eben Vargas, der sich nach der Pause steigerte und dann 16 seiner 22 Zähler markierte. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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