Saisonbilanz bei den Veilchen-Frauen

Zum Schluss ein glückliches Ende für die BG-Ladies

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Die Beste: Göttingens Verdine Warner erzielte im Schnitt pro Spiel 12,5 Punkte und angelte sich im Schnitt 10,6 Rebounds und trug entscheidend zum Ligaerhalt bei.

Göttingen. Eine Saison mit einigen Tiefen ist für die Basketballerinnen der BG 74 Göttingen Veilchen Ladies noch mit zwei Highlights zu Ende gegangen.

Zuerst gelang völlig überraschend der Klassenerhalt, dann sprang bei der Pokal-Endrunde in Chemnitz der anerkennenswerte dritte Platz heraus. Ein Rückblick und Ausblick.

Rückblick

„Wir haben unser Ziel erfüllt“, war Richard Crowder nach den beiden letzten emotionalen Höhepunkten glücklich. Und ergänzt: „Nein, sondern deutlich übererfüllt.“ Allerdings verkennt Ladies-Geschäftsführer Crowder nicht die Realität. „Vor drei Wochen hatte ich gesagt, die Saison war schlecht. Es stand zu befürchten, dass wir unser Ziel nicht erfüllen. Die Serie war holprig, mit den Leistungen in einzelnen Spielen war ich nicht einverstanden. Jetzt gab es einen schnellen Wandel mit dem Klassenerhalt und der Bronzemedaille im Pokal.“ So schnell geht es manchmal im (Profi-)Sport!

Das Team

Auch hier gab es starke Schwankungen. Die Mannschaft holte vier Heim- und zwei Auswärtssiege. Denen standen sieben Heim- und neun Auswärts-Niederlagen gegenüber. Das reichte nur aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegenüber Heidelberg zur Rettung. Die längste Serie gab’s gleich nach dem ersten Saisonsieg gegen Heidelberg mit sieben Pleiten in Folge. Verdine Warner ragt mit einem „Saison-Double-Double“ heraus: 12 Punkte und 10,5 Rebounds im Schnitt. Nicht schlecht, aber auch die Centerin hatte einige Spiele dabei, in denen sie nicht zu sehen war. Marissa Janning erfüllte die Erwartungen, US-Landsfrau Casey Smith nur zum Teil. Die nachverpflichteten Katarina Flasarova und Francis Donders belebten das Spiel deutlich, empfahlen sich für eine Weiterverpflichtung. Crowders Tochter Jenny fehlte lange fußverletzt, ist unverzichtbar. Die restlichen Spielerinnen kommen über den Ergänzungsstatus kaum hinaus.

Der Trainer

Angeblich soll schon klar sein, dass der Grieche die dritte Saison bleibt. Crowder lässt dies noch offen. Manchen passt Koukos’ sehr emotionale Art des Coachens nicht unbedingt, andere bemängeln die sprachlich schwierige Kommunikation – auch aus dem Teamkreis war dies zu hören.

Ausblick

„Wir wollen nächste Saison den nächsten Schritt machen, nichts mit dem Abstieg zu tun haben und sicherer durch die Saison kommen“, sagt Crowder. „Ich sehe ein gesundes Grundgerüst bei uns. Wir werden uns verstärken müssen.“ Was eine Finanz-Frage ist. Der Ladies-Chef: „Wir haben den Etat von 200 000 Euro deutlich überschritten, eine leichte Steigerung wäre aber gut.“ Und personell? „Soweit zurzeit bekannt, könnte sich eine Großzahl auch an ausländischen Spielerinnen vorstellen zu bleiben. Ich bin für Beständigkeit und Konstanz, aber die Leistungen müssen auch stimmen.“ (gsd/nh)

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