Basketball Bundesliga Männer

Zwei aus fünf: BG Göttingen im Abstiegs-Lotto

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Neun Fäuste für den Klassenerhalt: Göttingens Trainer Johan Roijakkers schwört sein Team in einer Auszeit neu ein. 

Göttingen – Noch zehn Spiele stehen für die Basketball-Bundesligisten auf dem Programm der Saison 2018/19. Während an der Tabellenspitze die Playoffs noch heiß umkämpft sind, hat sich im „Keller“ eine Fünfergruppe leicht nach unten abgesetzt – zu der auch die BG Göttingen zählt.

In der nach dem All-Star-Spiel beginnenden Schlussphase der Saison beginnt dann das Abstiegs-Lotto: Aus den fünf Teams werden zwei „gezogen“, die in die 2. Liga Pro A absteigen müssen. Für die Veilchen hat sich der Abstiegskampf entscheidend verschärft, nachdem der Mitteldeutsche BC Gießen 86:83 schlug, Crailsheim in letzter Sekunde Bremerhaven 86:80 besiegte – aber zumindest Jena in Ludwigsburg verlor. Die BG ist mitten im Abstiegskampf!

BG-Trainer Johan Roijakkers hatte schon vor Wochen prophezeit: „Wer die besten Nachverpflichtungen macht, bleibt in der 1. Liga.“ Bei den Veilchen sind Nachverpflichtungen kein Thema mehr, obwohl eine noch möglich wäre. Der Zoff zwischen dem Coach und Geschäftsführer Frank Meinertshagen um die sechste, unbesetzte Ausländerstelle ist noch nicht lange her. Wie sind die betreffenden Klubs derzeit aufgestellt?

BG Göttingen (14., sieben Siege): Tre Coggins verließ den Klub Ende 2018, er kam an den vor ihm rangierenden Spielern nicht vorbei. Henning Ballhausen war wegen einer Knieverletzung bei keinem Spiel dabei. Die BG ist mit nur 77,58 Punkten pro Spiel das Team mit den zweitwenigsten Punkten hinter Jena (76,29), kassiert 81,92 im Schnitt. Die vier Kracher-Spiele: gegen den MBC, in Bremen gegen Bremerhaven, in Crailsheim und zum Schluss in Jena. Hart und heftig!

Hakro Merlins Crailsheim (15., sechs Siege): Bis November war der Ex-BGer Brion Rush im Kader. Robert Arnold absolvierte erst neun Partien. Das Team lebt von Shooting Guard Ben Madgen (14,5 Punkte), Frank Turner (12,0), Joe Lawson (10,7) und DeWayne Russell (10,3). Die Mannschaft vom finnischen Coach Tuomas Ilsalo ist aber das schwächste Rebound-Team (nur 32,04 pro Spiel) der Liga. Die Merlins werfen 81,88 Punkte, kassieren 89,08.

Science City Jena (16., fünf Siege): Jamar Abrams und Ike Iroegbu waren nur bis Februar da. Mit Reggie Williams (5 Einsätze, 19,8 pro Spiel) und Ronald Roberts (10 Einsätze, 13,3 Punkte pro Spiel) gelangen Coach Björn Harmsen zwei gute Nachverpflichtungen. Viel Erfahrung durch die Oldies Jenkins, McElroy, Allen und Joyce. Jena beendet die Serie mit Heimspielen gegen Crailsheim und Göttingen – ein Vorteil! Jena wirft nur 76,20 Punkte, kassiert 88,76.

MBC (17., fünf Siege): Mit Tremmell Darden und Andrew Warren wurden zwei Neue geholt. Adam Pechacek und Ken Viglianisi gingen. Trainer Aleksandar Scepanovic ging in die zweite Reihe zurück, der ehemalige Coach Silvano Poropat übernahm wieder. Der MBC wirft 79,74 Punkte, kassiert 88,35.

Eisbären Bremerhaven (18., vier Siege): Jordan Brangers, Gilbert Brown und Kris Jenkins mussten wieder gehen, Darius Moten und Durrell Summers kamen. Riesen-Wirbel im Hintergrund wegen Trainer Dan Panaggio, der vor Kurzem durch Michael Mai abgelöst wurde. Bremerhaven wirft 79,16 Punkte, kassiert 88,96. Letzte Spiele in Berlin und beim MBC.

Ganz heiß sind die letzten Spiele. Am 33. Spieltag hat Jena Crailsheim zu Gast. Am 34. Spieltag erwartet der MBC die Eisbären und die BG muss nach Jena, wo die Göttinger alle drei Bundesliga-Spiele bisher verloren. haz/gsd-nh

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