Basketball-Playoffs: BG-Ladies wollen großen Traum gegen Wolfenbüttel realisieren

Zwei Siege zum Aufstieg

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Die Litauerin Inesa Visgaudaite (rechts neben der Fahne) und ihre Teamgefährtinnen feiern bei der Ehernrunde mit den Fans den Einzug ins Playoff-Finale gegen Wolfenbüttel. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Zwei Spiele, zwei Siege oder 80 siegreiche Minuten – nur noch so wenig fehlt den Frauen von Basketball-Zweitligist BG 74 Göttingen zum Aufstieg in die Bundesliga. Durch den stürmisch bejubelten 76:69-Sieg im dritten und entscheidenden Halbfinale gegen Neuss sind die Veilchen Ladies ins Finale gegen das Wolfpack Wolfenbüttel eingezogen.

Das erste Spiel steigt am Ostersamstag um 17 Uhr in der FKG-Halle, Spiel zwei am 22. April (Samstag) um 18 Uhr in Wolfenbüttel. Sollte ein drittes Match nötig werden, wird es wohl erst am 6./7. Mai ausgetragen, da das Wolfenbütteler Team in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) so gut wie für das TOP4 um die deutsche Meisterschaft qualifiziert ist.

Mehrere Wolfenbütteler Spielerinnen, darunter die verletzte Ex-BGerin Klaudia Grudzien (Kreuzbandriss), sahen sich das Göttinger Spiel gegen Neuss an und registrierten auch die „Sieges-Humba“, die Corinna „Coco“ Dobroniak per Hallenmikro anstimmte

Lieber Wolfpack als Gegner

„Jetzt wollen wir auch in die Bundesliga aufsteigen“, sagte Alissa Pierce selbstbewusst. Welcher Gegner ihr denn im Finale lieber gewesen sei. „Damit haben wir Spielerinnen und unser Trainer uns vor dem dritten Spiel gegen Neuss überhaupt nicht beschäftigt, sondern unser Fokus lag ausschließlich auf Neuss“, bekräftigte Pierce, die gegen Neuss in der Offensive viel Wurfpech entwickelte, sich in der Defensive umso stärker präsentierte.

„Ich war müde“, begründete Pierce ihre Angriffsschwächen. Jetzt sei ihr Wolfenbüttel lieber, denn „gegen Osnabrück haben wir in der Hauptrunde beide Spiele verloren“.

„Jenny, Alissa, Inesa und Verdine haben uns durch das Spiel getragen“, war Katarina Flasarova stolz auf ihre Teamgefährtinnen Crowder, Pierce, Visgaudaite und Warner, die sich den Löwenanteil der Punkte teilten. Besonders glücklich durfte Jenny Crowder sein, die sich einen Tag vor ihrem 21. Geburtstag (Montag) mit 21 Punkten, darunter vier Dreier, selbst das schönste vorweggenomme sportliche Geschenk machte.

Ihr Vater, Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder, hielt es am Ende der Partie nicht mehr auf seinem Platz, er tigerte im VIP-Bereich hin und her. „Vorm Halbfinale wurde schon zu viel übers Finale gesprochen“, monierte er. Jenny stand bereits 2012 mit 16 in einem Playoff-Finale: „Gegen Herne haben wir aber zweimal verloren.“ Soll nicht wieder vorkommen.

Warner nicht zu stoppen

„Seit den College-Zeiten bin ich zum ersten Mal in einem Finale“, strahlte Top-Centerin Verdine Warner, deren Serie immer unheimlicher wird: Diesmal 22 Punkte und 16 Rebounds – das 18. Double-Double (zwei zweistellige Statistikwerte) im 25. Saisonspiel.

Das Süd-Finale: Baskets USC Heidelberg - DJK Brose Bamberg. (gsd, gsd-nh)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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