Zwei Siege für die BG Göttingen nur der Anfang zur Rettung

Zuletzt mit ansteigender Tendenz: Göttingens Stephan Haukohl (am Ball) tanzt Frankfurts Shawn Huff aus. Rechts im Hintergrund BG-Rückkehrer Darius Carter. Foto: zje/gsd

Göttingen. Aus dem Allergröbsten scheint die BG Göttingen erst einmal heraus zu sein. Doch zur Entwarnung im Abstiegskampf besteht überhaupt kein Anlass. Die beiden Siege gegen Tübingen (erhofft und erwartet) und Frankfurt (erhofft und überraschend) haben die Lage im Tabellenkeller aber zumindest etwas entspannt. Allerdings täuscht die Punktzahl etwas, denn die BG hat noch das Nachholspiel gegen Ludwigsburg (am übernächsten Mittwoch) auszutragen. Realistischerweise ist gegen die starken MHP Riesen mit Coach John Patrick kaum ein Erfolg einzukalkulieren, sodass die BG dann 12:36 Zähler wie jetzt schon Bremerhaven als Drittletzter. Die Eisbären kommen noch zur BG, das Hinspiel hatten die Göttinger gewonnen.

Jetzt folgen drei Kracher

Überhaupt rückt der Spielplan schon wieder in den Fokus. In den drei folgenden Kracher-Spielen am kommenden Samstag in Berlin, am Mittwoch (19 Uhr) darauf gegen Ludwigsburg und am übernächsten Sonntag um 19.30 Uhr(!) gegen Bamberg wird schwerlich etwas zu bestellen sein. Danach jedoch gilt’s für die Veilchen, dann kommen die Partien, in denen Siege zum Klassenerhalt gefragt sind: In Jena, gegen die Rockets Gotha/Erfurt (derzeit vier Punkte hinter den Veilchen) und gegen Bremerhaven – dies dürften die (vor-)entscheidenden Spiele werden. Ehe die überaus schwere Abschluss-Sequenz folgt: in Bonn, in Gießen, in Oldenburg, gegen den MBC und zum Saisonende in Braunschweig. Noch Zukunftsmusik.

Näher dran ist noch das Frankfurt-Match, in dem neben den üblichen Protagonisten ein Spieler von Coach Roijakkers extra herausgestrichen wurde: Stefan Haukohl. Der Trainer lobte den Ex-Jenaer für seine gute Defensivarbeit. „Er hat richtig gut gespielt“, meinte Roijakkers. Der so Gelobte war natürlich wie alle anderen über das 95:92 gegen die Hessen erfreut: „Es lief doch. Wir haben gesehen, dass wir auch gegen solche Teams mithalten und gewinnen können. Wir waren taktisch gut vorbereitet, haben uns ins Spiel reingebissen und sind drangeblieben. Außerdem helfen uns Darius Carter und William Buford jetzt sehr viel.“ Mit dem Rückkehrer und dem Neuzugang präsentieren sich die Veilchen mit viel mehr Mumm und Biss.

Kamp vor Verlängerung

Gut möglich, dass auch Harper Kamp bleibt. Sein Vertrag lief am Sonntag aus, zweimal half er Roijakkers jetzt als „Co-Trainer“. Dass Kamp bis Saisonschluss bleibt, „ist im Fluss“, sagt BG-Boss Frank Meinertshagen am Montag. „Das wird sich jetzt kurzfristig entscheiden. Es geht darum, dass wir zusätzliche Mittel benötigen. Da sind wir parallel am Reden. Das muss jetzt schnell gehen“, so Meinertshagen.

Die zwei Siege soll man „nicht überbewerten. Wir sind weit davon entfernt, irgendwie gesichert zu sein. Wir müssen uns noch weiter steigern. Entscheidend könnte werden, wer gesund bleibt oder wer sich verletzt.“ Einen kleinen Anfang zur Rettung hat die BG aber gemacht. (haz/gsd-nh)

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