Basketball-Bundesliga

Zweiter Anzug von Bayern München zu stark für BG Göttingen

Wieder einmal BG-Topscorer mit 20 Punkten: Göttingens Rihards Lomazs (Mitte) versucht, sich energisch gegen Bayerns Big Men Jalen Reynolds (links) und Matej Rudan durchzudribbeln.
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Wieder einmal BG-Topscorer mit 20 Punkten: Göttingens Rihards Lomazs (Mitte) versucht, sich energisch gegen Bayerns Big Men Jalen Reynolds (links) und Matej Rudan durchzudribbeln.

Mit der durchweg zweiten Garnitur hatte Bayern München bis auf das erste Viertel wenig Mühe, die BG Göttingen in die Schranken zu weisen und ihr eine 90:102 (44:52)-Niederlage in der Basketball-Bundesliga aufzudrücken.

Göttingen - „Wir wollen am Sonntag in Göttingen ein gutes Spiel machen“, war Bayerns Geschäftsführer Marco Pesic nach dem Mailand-Coup am Freitag völlig geflasht. Für die Münchener wurde die Partie bei der BG also lediglich zum Zwischenstopp in ihrer EuroLeague-Euphorie.

Zwar waren Paul Zipser und Dennis Seeley mitgeflogen, wurden aber von Trainer Andrea Trinchieri ebenfalls geschont. So verwunderte es nicht, dass mit Sasha Grant (21 Punkte) und Erol Ersek (17), der beim Finalturnier um die deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr in München Gastspieler der BG Göttingen war, zu den erfolgreichsten Werfern der Münchener avancierten.

Für die Veilchen liefen mit Luke Nelson und Dennis Kramer auch die beiden Spieler auf, die sich nach HNA-Informationen mit dem Covid-19-Virus infiziert haben sollen. Überhaupt ein Kompliment an die gesamte Mannschaft von Trainer Roel Moors, dass es ihr gelungen war, trotz zweiwöchiger Quarantäne und die dadurch erzwungene Trainings-Zwangspause zeitweise – vor allem im ersten Viertel – durchaus mithalten zu können. So endeten die ersten zehn Minuten mit 26:25. „Ich war froh, wieder spielen zu können nach 14 Tagen Gefängnis“, so Nelson Weidemann über diese Quarantänezeit. Er stand in der „starting five“ und zeigte ein gutes Spiel gegen die Bayern (von denen er an die BG ausgeliehen ist), erzielte 14 Punkte bei einer Trefferquote von starken 83 Prozent.

„Es war kein einfaches Spiel für uns. Wir haben offensiv wenig Rhythmus gehabt, haben den Ball nicht gut bewegt und das gemacht, was wir momentan können“, meinte BG-Coach Moors, der dennoch positiv hervorhob, dass sein Team lediglich sechs Ballverluste und sich immerhin 16 Offensiv-Rebounds geangelt hatte.

Die entscheidende Phase zu Ungunsten der Gastgeber dann vor der Halbzeitpause, als die Bayern mit einem 12:0-Lauf von 35:37 auf 47:37 davonzogen, was auch der schwachen Trefferquote der BG von nur 38 Prozent geschuldet war, wohingegen diese bei den Gästen starke 61 Prozent aufwies.

Erfreulich dennoch, dass die Veilchen den Bayern immerhin 90 Punkte einschenkten. Dabei blieb BG-Kapitän Akeem Vargas bei seinem 300. BBL-Spiel allerdings punktlos. Erfreulich auch, dass Andrew Onwuegbuzie, der meist auf der Bank schmachtet, in den letzten fünf Minuten immerhin fünf Punkte erzielte und so ein Lob von seinem Trainer erhielt.   (Walter Gleitze/gsd)

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