Zweiter Heimsieg der BG beim 92:80 gegen Ulm

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Mythos Lokhalle: ratiopharm Ulm musste sich in der „Lokhölle“ der BG Göttingen geschlagen geben. Die 3752 Zuschauer peitschen ihre Veiulchen immer wieder an.

Göttingen. Die Magie der Lokhalle – der reinste Wahnsinn, die unbeschreibliche Stimmung, das nicht zu beschreibende Flair, die geniale Atmosphäre! Da war es wieder, dieses Unfassbare, das wohl einmalig in Deutschland, wenn nicht gar in Europa ist.

Und von dieser traumhaften Atmosphäre und ohrenbetäubender Stimmung der 3752 Zuschauer im ausverkauften Göttinger Industriedenkmal hinter dem Bahnhof ließ sich die BG Göttingen im positiven Sinne einfangen und brachte ratiopharm Ulm nach sechs Siegen in Folge wieder eine Niederlage bei. 92:80 (41:38) hieß es am Ende für das Team von Trainer Johan Roijakkers, dass seinen zweiten Heimsieg in der Basketball-Buindesliga einfuhr und nun eine positives Punkteverhältnis mit 14:12 aufweist nach nunmehr drei Siegen in Folge.

BG mit Herz und Leidenschaft

„Die Mannschaft hat sehr stark gespielt. Wir hatten wenig Ballverluste. Ich bin zufrieden“, lautete das viel zu nüchterne Fazit von Roijakkers. So bescheiden hätte der Holländer gar nicht daherkommen müssen. Sein Team zeigte zeitweise gigantischen Basketball, der von den euphorisierten Fans frenetisch gefeiert wurde.

Während sich Roijakkers vor allem auf seine drei Leistungsträger Raymar Morgen (erneut ein Double-Double wie schon in Hagen), Khalid El Amin und Alex Ruoff verlassen konnte, war Ulms Trainer Torsten Leibenath nun gar nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Ruoff, Morgan und el Amin haben uns am meisten wehgetan“, meinte der enttäuschte Leibenath. Das, was die Veilchen ausmachte, nämlich mit Herz und Leidenschaft zu spielen, vermisste er bei seinem Team.

Schon Minuten vor der Schlusssirene skandierten die Fans: „In Göttingen kann man mal verlieren.“ El Amin animierte die Halle zu noch größerer Lautstärke. Und nach dem Spiel meinte Göttingens Basketball-Urgestein Uli Frank: „Jetzt kann Bamberg kommen.“

Bereits im ersten Viertel drehten die BGer nach 12:18-Rückstand durch einen 13:0-Lauf zum 25:13 Anfang des zweiten Viertels dieses Spiel. Zwar konnte Ulm noch einmal mit 36:32 in Führung gehen, doch danach folgte die El Amin-Show par excellence. Am Ende der ersten Halbzeit gelang dem nur 1,68 m kleinen BG-Spielmacher neun Punkte in Folge, wobei er diese Serie mit einem Dreier zum 41:38-Pausenstand abschloss.

BG Göttingen gegen ratiopharm Ulm

Die El Amin-Show

Und die Show setzte sich mit einem weiteren Dreier von El Amin zu Beginn des letzten Viertels fort. Überhaupt waren die letzten zehn Minuten Schaulaufen der Gastgeber, bei dem Acha Njei mit zwei wichtigen Dreiern kräftig mitmischte.

„Wir müssen nur knapp zum Ende des dritten Viertels führen. Im letzten Viertel trägt uns diese einmalige Atmosphäre in dieser Lokalhalle zum Sieg, meinte BG-Spieler Robert Kulawick. (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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