Basketball BBL-Pokal

Zweites Viertel kostet BG Göttingen das Halbfinale

+
Beim ersten Einsatz noch ohne Punkt: Göttingens Rückkehrer Alex Ruoff (re., hier in einem früheren Spiel gegen Ulm) feierte sein Veilchen-Comeback. 

Am Ende waren es nur im Basketball eher lächerliche sechs Zähler, die fehlten. Dennoch ist die BG Göttingen nach dem 80:86 (33:48) bei ratiopharm Ulm vor 5911 Zuschauern aus dem diesjährigen Wettbewerb im BBL-Pokal ausgeschieden. Das Viertelfinale war Endstation, das Halbfinale und die damit verbundene finanzielle Belohnung von 50 000 Euro bleibt nur ein Traum.

„In der ersten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, Ulm von der Freiwurflinie wegzuhalten. Das hat auch dazu geführt, dass unsere Offensive nicht in den Gang kam. In der zweiten Halbzeit haben wir da einen viel besseren Job gemacht, mehr gekämpft und physischer agiert. Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, ich bin stolz auf ihre Leistung“, lobte BG-Coach Roijakkers den Auftritt seines Teams mit zwei Gesichtern.

Im Fokus stand natürlich auch das Comeback von Alex Ruoff, der dank der finanziellen Hilfe von gut einem Dutzend Sponsoren nun doch verpflichtet werden konnte. 44,1 Sekunden vor Ende des ersten Viertels kam Ruoff erstmals aufs Parkett, bewirkte aber noch wenig. Zu Beginn des zweiten Viertels kassierte der Amerikaner sein erstes Foul – am Ende waren es vier. Die ersten Punkte blieben Ruoff noch versagt, unübersehbar war, dass ihm noch die Bindung fehlte. Drei Wochen Training mit seinem neuen, alten Klub sind eben doch etwas anderes als ein eisenhartes Pflichtspiel. Am Ende hatte der Rückkehrer 12:54 Minuten auf dem Feld gestanden.

Nach einem ordentlichen Start führte die BG beim 18:17 durch Kyan Andersons Vier-Punkt-Spiel letztmals. Die Veilchen schickten die Ulmer durch viele Fouls immer wieder an die Freiwurf-Linie, von der aus sie 24 von 26 verwandelten. Dagegen die BG? Nur 9 von 17 – macht schwache 53 Prozent. Am Ende hatte das Roijakkers-Team 24 Fouls auf dem Konto, die Süddeutschen nur 17.

Und was war nun im dünnen zweiten Viertel der Unterschied? „Die Aggressivität“, meinte Elias Lasisi bei MagentaSport. Es sei ein „tough loss“, also eine harte Niederlage gewesen, die wehtue, meinte der BG-Mann der zweiten Halbzeit, in der er sein Punktekonto auf 19 Zähler ausbaute.

Die erlebte Terry Allen ab der 25. Minute nicht mehr auf dem Feld oder auf der Bank: Beim Umschalten in die Verteidigung brachte er einen Ulmer zu Fall, kassierte dafür sein bereits zweites Unsportliches Foul – Spielausschluss, Platzverweis. Bis dahin war der Rastamann der beste BGer.

Die klare BG-Leistungssteigerung nach der Pause blieb letztlich unbelohnt. Nach 30 Minuten waren die Veilchen auf 72:80 herangekommen, im letzten Viertel dank eines 13:6-Laufes sogar auf 68:72. Dazu trugen auch die sieben Dreier nach der Pause bei. Doch es reichte nicht mehr.

„In der ersten Halbzeit sind wir als Jäger aufgetreten. Nach der Halbzeit hat Göttingen diese Rolle übernommen“, meinte Ulms Coach Jaka Lakovic. Sein Team habe den Vorsprung nur noch verwalten wollen.

. Weitere Viertelfinalspiele

Löwen Braunschweig - Brose Bamberg 69:80 Alba Berlin - Mitteldeutscher BC 82:77 Bonn - Oldenburg 81:88

Halbfinals (10./11. Januar 2020): Bamberg - Berlin, Ulm - Oldenburg.  haz/gsd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.