Basketball-Pokal

Zweitmeiste BBL-Punkte: BG Göttingen gerüstet für Liga-Auftakt

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Harter Kampf unterm BG-Korb: Gießens Scottie James (links) im Dreikampf mit Göttingens Aubray Dawkins (verdeckt) und Ron Jackson (21).

Klares 79:64 gegen Frankfurt, 99:87 nach 28-Punkte-Führung gegen Gastgeber Rasta Vechta und zum Abschluss 123:119 (108:108, 53:49) nach Verlängerung gegen die Gießen 46ers – mit drei Siegen war die Gruppenphase im BBL-Pokal für die BG Göttingen sportlich ein voller Erfolg.

Das High-Score-Resultat mit 242 Punkten ist das zweitpunktreichste Spiel seit dem BBL-Aufzeichnungsbeginn 1998. Rekord: 261 Zähler bei Trier - Leverkusen (128:133 am 12. Dezember 1999).

Mit der Qualifikation der Veilchen für die TOP FOUR-Endrunde in München hatte wohl niemand im Vorfeld gerechnet. Zu unterschiedlich waren die Leistungen im Vorfeld in den sechs Testspielen.

Gegen Gießen machten die Veilchen am späten Sonntagabend auch noch Überstunden. Erst nach 2:15 Stunden stand das Endergebnis um 22.44 Uhr fest. Erneut rückte ein BG-Spieler in den Blickpunkt. War es gegen Frankfurt zum Auftakt Center Tai Odiase (Double-Double/14 Punkte, 10 Rebounds) und gegen Vechta Mathis Mönninghoff (6 Dreier), so lieferte gegen Gießen der wie Coach Roel Moors aus Bamberg gekommene Nelson Weidemann eine starke Partie ab. 19 Punkte sind seine Karriere-Bestmarke. „Ich fühle mich wohl in Göttingen. Coach Moors hat alles gegeben, um mich nach Göttingen zu holen“, meinte Weidemann bei MagentaSport.

Und zum Gießen-Spiel: „Wir wollten so aggressiv ins Spiel gehen, das ist uns nicht gelungen. Wir waren nicht so spritzig wie gewohnt.“ Selbstkritisch sah Weidemann auch die Defensivleistung: „So zu verteidigen, ist nicht unser Anspruch. Das war ein Schritt zurück.“

Auch Trainer Moors sah gegen Gießen Defizite in der Abwehr: „Ich bin nicht glücklich über diese Leistung. Wir haben 108 Punkte zugelassen, defensiv ist das nicht gut genug. Wir können punkten, aber das ist nicht der Basketball, den Göttingen spielen will. Wir müssen an allen defensiven Dingen arbeiten.“

Nachholbedarf in der Defensive sah auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen schon in der Halbzeitpause des Gießen-Spiels: „In der Defensive hatten wir nicht die richtige Einstellung.“

BBL-Vize Meinertshagen machte sich unterdessen wie auch BBL-Chef Dr. Stefan Holz Gedanken über die derzeitigen Quarantäne-Praktiken der zuständigen Stellen angesichts von mehreren abgesagten Pokalpartien: „So funktioniert das nicht! Wenn ein gesamtes Team in 14-Tage-Quarantäne geschickt wird, wird’s eng mit dem Spielplan. Das ist nicht nachvollziehbar.“ Holz verwies dabei auf die vermeintliche Ungleichbehandlung gegenüber dem Profi-Fußball (Fall Gnabry) hin. Holz: „Unsere Hygienekonzepte werden ad absurdum geführt.“

Die TOP FOUR-Endrunde wird, so Meinertshagen, frühestens im Januar oder Februar ausgetragen. „Dass wir uns dafür qualifiziert haben, ist super und sensationell“, so der BG-Boss. Und trotz sicher noch vorhandener Abstimmungsprobleme: Zumindest fürs Erste scheint die BG gerüstet zu sein für den Liga-Start in zwei Wochen.

. Weitere Fakten: Ulm mit Ex-BG-Center Dylan Osetkowski ist als zweite Mannschaft in der Endrunde nach einem 80:75 gegen Würzburg.

. Ex-BG-Coach Johan Roijakkers ist mit seinem neuen Klub Bamberg raus nach einer 72:99-Klatsche gegen Ex-BG-Trainer John Patricks Ludwigsburger.  gsd

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