Basketball-Bundesliga: Der schwierige Spagat der BG Göttingen gegen Bonn

Zwischen Trauer und Liga

Gut geblockt: Raymond Sykes (r., gegen Bremerhavens Jason Cain) ist mit 15,3 Punkten pro Spiel bester Werfer der BG und Nummer 11 in der BBL. Foto: zje

Göttingen. Wie bewältigt die BG Göttingen den schwierigen Spagat zwischen der heutigen Trauerfeier und Beerdigung nach dem Unfalltod von Spielmacher Marco Grimaldis Lebensgefährtin und seiner Schwester und dem Bundesliga-Spiel gegen die Telekom Baskets Bonn am Samstag?

Unter diesen Umständen in die Spieltags-Normalität der 1. Liga überzugehen, erscheint für die Veilchen-Spieler schwieriger als jeder Dreipunktewurf. Und doch muss es gegen die Rheinländer am Samstag ab 19.30 Uhr auch darum wieder gehen. Die BG selbst hat darum gebeten: „Die Fans werden den richtigen Takt finden.“

In welcher Formation das Team von Trainer Stefan Mienack aufläuft, war gestern noch offen. „Marco Grimaldi und Kyle Bailey werden wohl voraussichtlich nicht spielen“, meinte BG-Sprecher Björn-Lars Blank. Baileys Freundin hatte die Unfall-Tragödie leicht verletzt überlebt.

Geklärt werden muss, wer den Deutschen-Platz von Grimaldi einnehmen wird. Von den Nachwuchs-Doppellizenzlern stehen zum Beispiel David Markert oder Greg Onwuegbuzie zur Diskussion. Spielt Bailey nicht, stünde 2,07m-Hüne Vitalis Chikoko (Simbabwe) bereit.

Baskets mit fünf Startsiegen

Die Bonner sind nach einer miserablen Saison jetzt wieder durchgestartet. Mit fünf Siegen in Folge (u.a. gegen München und Oldenburg) begann das Team von Chefcoach Michael Koch und Assistent Peter Günschel (einst BG-Cotrainer) die neue Serie, ehe es zuletzt bei Ex-BG-Coach John Patrick in Würzburg die erste Niederlage (61:71) gab. Koch krempelte sein Team stark um, zu den Neuzugängen zählen die Letten Simonas Serapinas und Benas Veikalas. Als Dauer(b)renner ist weiter mit Chris Ensminger (37) der zweitälteste BBL-Spieler dabei. Die beiden US-Boys Jared Jordan (Spielmacher) und Tony Gaffney (Außen) sind weitere Aktivposten bei den Bonnern. Auch Baskets-Coach Koch ist vor dem Spiel nicht wohl. Angesichts der BG-Umstände hält er es für schwierig, sein eigenes Team auf das Spiel einzustellen.

Drei Heimspiele

Unterdessen hat die BG nun auch offiziell bestätigt, dass die drei EuroChallenge-Heimspiele in Göttingen ausgetragen und nicht verlegt werden. Gegen ZZ Leiden (Holland, 15. November) und Armia Tiflis (Georgien, 29. November) wird in der Sparkassen-Arena gespielt. Gegen Besiktas Istanbul zieht die BG am 13. Dezember wieder in die Lokhalle um. Die Partien gegen Leiden und Tiflis beginnen um 19.30 Uhr, beim Spiel gegen die Türken ist ein späterer Beginn möglich. Für die EuroChallenge lockt die BG die Fans mit einem besonderen Angebot: Drei Spiele sehen, aber nur zwei bezahlen. Diese Tickets gibt es nur im Veilchen-Shop (Bahnhofsallee, heute nur von 9 bis 11 Uhr geöffnet).

Wie ebenfalls schon berichtet, gibt es somit auch eine „Doppel-Veranstaltung“ in der Lokhalle. Am 10. Dezember (Samstag, 19.30 Uhr) treten die BGer in ihrem bisherigen Domizil in der Bundesliga gegen die Walter Tigers Tübingen an. (haz/gsd)

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