Basketball-Bundesliga

Zwölfte Heim-Pleite der BG Göttingen: Absturz nach Rekordviertel

Strecken nach dem Ball: Göttingens Tai Odiase (links) und Harper Kamp, hier gegen Bayreuths Kay Bruhnke, versuchen, sich den Rebound zu angeln.
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Strecken nach dem Ball: Göttingens Tai Odiase (links) und Harper Kamp, hier gegen Bayreuths Kay Bruhnke, versuchen, sich den Rebound zu angeln.

Die BG Göttingen verabschiedete sich von der heimischen S-Arena mit einer überflüssigen 95:99 (56:48)-Niederlage gegen medi Bayreuth aus dieser Saison der Basketball-Bundesliga.

Nach einem Rekord-Viertel, dem ersten, in dem die ersten 36 Punkte ausschließlich durch Drei-Punkt-Würfe – zwölf von 15 – zustande gekommen waren, knickten die Veilchen bereits im zweiten Viertel um, dass sie mit 15:22 verloren, jedoch mit 56:48 in die Halbzeitpause gingen.

Göttingen – „Wir waren defensiv einfach zu schlecht“, kritisierte BG-Trainer Roel Moors die ungenügende Abwehrarbeit seiner Mannschaft, der am Ende merklich die Kräfte schwanden und ihr anzumerken war, dass sie noch zwei Tage vorher in Bamberg spielen mussten.

An den munteren Dreiern im ersten Viertel beteiligten sich vor allem Nelson Weidemann (3 von 3), Aubrey Dawkins (4 von 4) Luke Nelson (2 von 3) und Rihards Lomazs (2 von 4), ergibt eine Trefferquote von 80 Prozent – unfassbar. Am Ende war diese Quote aber immer noch stark bei 20 von 35, was 57 Prozent ergibt.

„Es war aber absehbar, dass die BG dieses Niveau nicht über alle Viertel hinweg durchhalten kann“, war auch Bayreuths Raoul Korner klar, der vor der gesamten Saisonleistung der Göttinger den Hut zog, seine Mannschaft indes lobte, weil sie auch nach dem ersten für ihn auch denkwürdigen Viertel der BG „den Kopf bewahrt hat“, obwohl es in der „Crunchtime“ noch einmal eng wurde für die Gäste.

In alle Viertel starteten die Gastgeber mit je einem Drei-Punkt-Wurf, im zweiten war es Akeem Vargas, im dritten und vierten Dawkins, der im letzten Viertel ganz schlimm umknickte und vom Feld humpelte. Als die BG-Spieler daraufhin das Schiedsrichtertrio aufmerksam machten, dass Spiel doch bitte schön zu unterbrechen, erhielt die BG ein technisches Foul – nicht nur diese Entscheidung war für die wenigen Anwesenden nicht nachvollziehbar.

Nach der 2:0-Führung am Anfang gingen die Bayreuther erstmals wieder nach 27 Minuten mit 71:68 in Führung. Diese konnte Harper Kamp mit einem Dreier zwar noch einmal ausgleichen, doch bis kurz vor der Schlusssirene gaben die Franken diese Führung nicht mehr ab. Hoffnung keimte noch einmal auf, als Nelson zum 92:92 ausgleichen konnte, sein Wurf aber Sekunden vor Schluss beim 94:95 den Korb verfehlte.

„Wir hatten im ersten Viertel zwölf Assists, was eine sehr gute Quote war, aber danach bis zum Ende nur noch neun. Wir haben im zweiten Viertel unseren Rhythmus verloren“, sah Moors vor allem in diesen Bereichen den Grund für die Niederlage. Gleichwohl war er mit der Leistung seines Teams in der gesamten Saison zufrieden. „Wir hatten viele Personalprobleme, haben viele gute Sachen, aber auch manchmal weniger gute Sachen gemacht.“

Nun wartet am Dienstag noch das Nachholspiel in Oldenburg auf die BGer.   (Walter Gleitze)

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