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Biathlet richtet plötzlich Lauf seiner Waffe auf sich – ZDF-Experte wütet und fordert Disqualifikation

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Von: Marius Epp

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ZDF-Experte Sven Fischer (l.) schaut Thierry Langer (r.) nicht gerne dabei zu, wie er seinen Waffenlauf reinigt.
ZDF-Experte Sven Fischer (l.) schaut Thierry Langer (r.) nicht gerne dabei zu, wie er seinen Waffenlauf reinigt. © ZDF-Mediathek/dpa/Bandic

Schreckszene beim Biathlon auf der Pokljuka: Der Belgier Thierry Langer macht sich am Schießstand plötzlich am Lauf seiner Waffe zu schaffen.

Pokljuka - Es gibt verkorkste Rennen - und dann gibt es noch den Nachmittag von Thierry Langer. Der belgische Biathlet stürzte beim Weltcup auf der slowenischen Pokljuka und brach sich dabei den Stock. Auch sein Gewehr wurde in Mitleidenschaft gezogen. Zum Entsetzen vieler stocherte er dann am Schießstand im Lauf seiner Waffe herum, wie auch Merkur.de berichtet.

Thierry Langer
Geboren: 24. Oktober 1991 (Alter 31 Jahre), Malmedy, Belgien
Verein: Ski Club Elsenborn
Trainingspartner von Benedikt Doll und Roman Rees

Biathlon: Belgier Langer richtet Lauf seiner Waffe auf sich

Offenbar hatte sich dort nach dem Sturz Schnee festgesetzt, den Langer entfernen wollte. Er richtete den Lauf sogar auf sich und schaute hinein, um die Verstopfung besser zu erkennen. Zuschauer vor Ort und am Fernsehgerät hielten derweil die Luft an.

Bei ZDF-Experte und Ex-Biathlet Herbert Fritzenwenger saß der Schreck tief: „Hoffen wir, dass da kein Magazin drin ist. Das wäre lebensgefährlich“, sagte er. Kurz darauf gab es zum Glück Entwarnung: Langer hatte tatsächlich das Magazin entfernt, bevor er am Gewehr zu hantieren begann.

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Biathlon-Schreck um Thierry Langer - ZDF-Experte Fischer in Rage

„Als ich das Magazin eingeführt habe, habe ich gesehen, dass ich nichts gesehen habe“, sagte Langer dem ZDF nach der Mixed-Staffel in fließendem Deutsch. Er habe das Magazin dann wieder herausgenommen. „Dann habe ich versucht, mein Korn freizumachen, aber alles war voller Eis“. Als die Säuberungsaktion nicht gelang, bekam er ein neues Gewehr überreicht, mit dem er alle fünf Schüsse traf.

Keine Gefahr also? Wahrscheinlich, allerdings ist es beim Biathlon strengstens verboten, in den Lauf einer geladenen Waffe zu schauen. Auch wenn sie das in diesem Fall nicht war: ZDF-Experte Sven Fischer war von der Szene alles andere als begeistert. „Man muss immer damit rechnen, dass etwas passiert. Man darf niemals einen Kopf oder ein Körperteil vor die Laufmündung bringen“, mahnte er.

Biathlon: ZDF-Experte Fischer fordert Disqualifikation von Langer

Fischer forderte sogar eine Disqualifikation der belgischen Staffel wegen dem Vorfall. „Never, never in die Laufmündung schauen. Das geht gar nicht. Man müsste sogar - erzieherisch gesehen - diese Staffel disqualifizieren“, redete er sich in Wallung. Sein Eurosport-Kollege Michael Rösch, der einst auch für Belgien startete, sah die Sache entspannter.

Die Szene habe zwar „beschissen“ ausgesehen, „es bestand aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Er hätte vielleicht noch das Schloss öffnen können, damit alle sehen, dass nichts drin ist.“ Nicht viel drin in Sachen Schnee ist diesen Winter bislang in den Alpen - DSV-Star Denise Herrmann-Wick befürchtet ein Trauerspiel beim Heim-Weltcup in Ruhpolding. (epp)

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