1. Startseite
  2. Sport

Biathlon: Schwerer Rückschlag für Mitfavorit auf Gesamtweltcup

Erstellt:

Von: Melanie Gottschalk

Kommentare

Der Start in Frankreich hat Biathlet Sebastian Samuelsson nicht gut getan.
Der Start in Frankreich hat Biathlet Sebastian Samuelsson nicht gut getan. © Adelsberger/imago

Ein neues Reglement im Biathlon zwingt den Schweden in die Knie. Der Mitfavorit auf den Gesamtweltcup könnte damit schon aus dem Rennen sein.

Bohinj - Drei Weltcup-Wochenenden haben die Biathleten bereits hinter sich gebracht, sechs warten in dieser Saison noch. Einer, der bereits vor dem Start als einer der Favoriten gehandelt wurde, ist Sebastian Samuelsson aus Schweden. Der 25-Jährige trumpfte bisher vor allem in der Staffel auf, will aber in diesem Jahr auch in den Einzel-Rennen für Furore sorgen.

Doch genau dieses Vorhaben könnte jetzt schon zunichte sein. Der Grund: Ein neues Reglement im Biathlon. Seit dieser Saison gibt es keine Streichresultate mehr. Wer also im Kampf um den Gesamtweltcup eine Rolle spielen will, sollte kein Rennen auslassen. „Man darf keinen Wettbewerb verpassen“, deutete Samuelsson an – weshalb er in Frankreich Mitte Dezember im Massenstart an dern Start ging, trotz Erkältung.

Biathlon: Sebastian Samuelsson ist nicht in der Lage zu trainieren

Keine gute Idee, er wurde nicht nur Letzter im Massenstart von Annecy, sondern zahlte auch noch anschließend einen hohen Preis. „Seit wir nach Hause gekommen sind, war ich nicht in der Lage zu trainieren“, klagte er gegenüber SVT über eine Erkältung. Noch immer fühle er sich „nicht bei 100 Prozent“, sagte der 25-Jährige.

Acht Tage bleiben Samuelsson noch, dann geht der Biathlon-Weltcup in Slowenien weiter. Da er in den letzten Tagen nicht trainieren konnte, dürfte es jedoch nicht einfach für den Biathlon-Star werden.

Biathlon: Kritiker:innen weisen auf Gesundheitsgefährdung hin

Die Kritiker:innen der Änderung des Reglements im Biathlon hatten im Vorfeld genau auf diese Folgen verwiesen und betont, es sei gesundheitsgefährdend, angeschlagen an den Start zu gehen. Eine Warnung, die vom Verband ignoriert wurde. Erstmals kam es dadurch nun zu einem solchen Problem. Taucht es häufiger auf, müssen sich die Verantwortlichen wohl erneut Gedanken machen. Neben Kritik gab es auch jedoch auch einige Befürwortende, darunter auch die Deutsche Denise Herrmann-Wick. (msb)

Für den Norweger Johannes Dale läuft es hingegen diese Saison wieder rund. Vor zwei Jahren war er als der große Newcomer gefeiert worden, im vergangenen Jahr wurde er dann aufgrund seiner Leistungen aus dem Team aussortiert und verpasste Olympia 2022. Im Massenstart, bei dem der Schwede Samuelsson unterging, landete Dale nun strahlend auf dem ersten Platz.

Auch interessant

Kommentare