Deutsche Biathletin sicherte sich fünf Goldmedaillen

Laura Dahlmeier schreibt Geschichte: Ein Blick auf erfolgreiche Medaillenhamster

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Zeigt stolz ihre Medaillensammlung: Biathletin Laura Dahlmeier.

Kassel. Die deutsche Biathletin ist seit der WM im Tiroler Hochfilzen die erfolgreichste deutsche Athletin. Wir stellen weitere Sportler vor, die Historisches geschafft haben.

Beim Massenstart fuhr die 23-jährige Garmisch-Partenkirchnerin der Konkurrenz einmal mehr davon und sicherte sich so die fünfte Goldmedaille. Das schaffte noch niemand zuvor. Ein Überblick ähnlich erfolgreicher Medaillenhamster.

Sommersportler 

Rekordmann: Der US-Amerikaner Michael Phelps zeigt seine Goldmedaille.

Michael Phelps: Der US-amerikanische Schwimmer Michael Phelps schaffte etwas Historisches. Bei den Olympischen Spielen in Peking startete der heute 31-Jährige bei acht Wettkämpfen, er holte dann jeweils Gold. Er ist der Mann, dessen Körpergröße inzwischen von seinen 23 Goldmedaillen übertroffen wird, wenn man sie nebeneinander legt. Seit seinem Olympia-Debüt in Sydney 2000 feierte der 1,98 Meter große Athlet zahlreiche Rekorde. 2016 beendete Phelps seine Karriere in Rio de Janeiro mit Gold in der 4-mal-100-Meter-Lagenstaffel.

Erfolgreicher Schwimmer: der US-Amerikaner Mark Spitz. Undatierte Aufnahme.

Mark Spitz: Neun Goldmedaillen, einmal Silber, einmal Bronze bei Olympia. Die Bilanz des Kaliforniers, der bereits als Dreijähriger Schwimmen lernte, war lange unerreichbar. 2008 löste Michael Phelps den Altmeister ab. Mark The Shark, so nannten ihn seine Fans, trat 1972 auf dem Höhepunkt seines Erfolgs nach den Sommerspielen von München mit nur 22 Jahren zurück.

Sieg im Finale: Der Jamaikaner Usain Bolt freut sich über Gold in Rio.

Usain Bolt: Er ist der schnellste Mensch der Welt: Sprint-Superstar Usain St. Leo Bolt, genannt „Lightning Bolt“ (Englisch für Blitzschlag). Der Jamaikaner verteidigte als einziger Sprinter ein olympisches Double. Zweimal. Bei den Sommerspielen 2008 in Peking, 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro gewann er jeweils den Sprint über 100 Meter und 200 Meter. Bolt hält mehrere Leichtathletik-Rekorde: Er ist elffacher Weltmeister und der einzige Mensch, der die 100 Meter in weniger als 9,6 Sekunden gelaufen ist (9,58 Sekunden bei der WM in Berlin). Aber auch der schnellste Mensch der Welt muss sich bei entsprechender Konkurrenz geschlagen geben: Bolt erreichte in Berlin eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 45 Stundenkilometern, Geparden sind über kurze Distanz beinahe dreimal so schnell (120 km/h).

Wintersportler 

Ole Einar Björndalen: Wenn man über erfolgreiche Wintersportler spricht, dann darf man ihn nicht vergessen: Ole Einer Björndalen. Der heute 43-Jährige ist mit 13 Olympia-Medaillen, davon acht goldenen, der erfolgreichste Winter-Olympionike der Geschichte. Bei der WM in Antholz vergrößerte er seine WM-Medaillensammlung durch den dritten Platz in der Verfolgung auf insgesamt 45. Doch ans Aufhören denkt der Norweger noch lange nicht. Mindestens bis Olympia 2018 in Pyeongchang (Südkorea) möchte Björndalen weitermachen. Noch einmal zurück an den Ort, wo er 2009 vier WM-Siege feiern konnte.

Auf dem Weg ins Ziel: Biathletin Magdalena Neuner 2012 beim Massenstart der Frauen.

Magdalena Neuner: Fünfmal Gold bei einer einzigen WM: Laura Dahlmeier hat Magdalena Neuners ehemaligen Rekord gebrochen. Die heute 30-jährige Neuner stand 2011 in Chanty-Mansijsk (Russland) viermal oben auf dem Podium. Zwölf WM-Titel und zwei olympische Goldmedaillen gewann die ehemals erfolgreichste Biathletin in ihrer Karriere. 2012 trat sie als führende Frau der Biathlon-Szene zurück. Zwei Jahre später kam ihre Tochter zur Welt. 2016 wurde ihr Sohn geboren. Der Medienrummel sei ihr zu viel geworden, betonte sie. Deswegen beendete sie ihre Karriere mit 24 Jahren. Eine Rückkehr schloss sie wiederholt aus.

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