Niederlage im Penaltyschießen

Bitteres EM-Aus für deutsche Hockey-Herren gegen Belgien

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Belgiens Arthur van Doren (l) und Constantin Staib kämpfen um den Ball. Nach regulärer Spielzeit steht es 2:2. Foto: Dirk Waem

Die deutschen Hockey-Herren haben auch bei der 16. Europameisterschaft das Halbfinale erreicht. Gegen Belgien verlieren die Vize-Europameister von 2015 aber im Penaltyschießen.

Amsterdam (dpa) - Deutschlands Hockey-Herren haben ihre zwölfte Endspiel-Teilnahme bei einer Feld-Europameisterschaft knapp verpasst.

Im Halbfinale der EURO in Amsterdam musste sich das verjüngte Team von Bundestrainer Stefan Kermas dem favorisierten Olympia-Zweiten Belgien am Freitag unglücklich im Penalty-Schießen 0:2 geschlagen geben. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2 (1:1), wobei Lukas Windfeder (3. Minute) und Benedikt Fürk (59.) trafen.

Deutschland kämpft nun am Sonntag gegen England um Platz drei, das den Niederlanden im zweiten Semifinale 1:3 (0:2) unterlag. In der Vorrunde hatte Deutschland die Briten mit 4:3 besiegt.

"Jetzt muss am Sonntag die Bronzemedaille her, denn die Mannschaft hätte es nicht verdient, mit leeren Händen dazustehen", sagte Kermas. "Wenn wir das 2:2 früher gemacht hätten, wäre noch ein Sieg in der regulären Spielzeit möglich gewesen. Penaltyschießen ist dann halt Glückssache, da kann man keinem einen Vorwurf machen", meinte Kapitän Martin Häner zum Shootout, bei dem keiner der vier DHB-Schützen traf.

Die deutschen Vize-Europameister erwischten einen optimalen Start. Windfeder nutzte nach 2:13 Minuten die erste Strafecke zur frühen Führung. Die Belgier waren aber nur kurz geschockt und übernahmen allmählich das Kommando. Tom Boon (18.) markierte nach einem Solo das verdiente 1:1, wobei Windfeder beim Rettungsversuch den Schuss unglücklich ins eigene Tor lenkte. In der Folge zogen die Belgier ein Powerhockey auf. Deutschland hatte dann Glück, als das vermeintliche 1:2 per Videobeweis abgewendet wurde (29.). Torvorbereiter Simon Gougnard hatte beim Zweikampf kurz den Fuß am Spielgerät.

Nach dem Wechsel drängte der Gegner, der vor allem durch genaue Anspiele in den Schusskreis beeindruckte, die Deutschen mehr und mehr in die Defensive. Beinahe folgerichtig fiel das zweite belgische Tor durch Sebastian Dockier (37.). Der Rückstand machte noch mal Kräfte frei, doch Marco Miltkau scheiterte freistehend am starken Keeper Vincent Vanasch und am Pfosten (40./46.). Fürk rettete die Deutschen ins Siebenmeterschießen, in dem aber keiner der vier Schützen traf.

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