Blitz-Start in Düsseldorf

Boll und Ma Long siegen zum Auftakt der Tischtennis-WM

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Timo Boll und Ma Long haben ihr Auftaktmatch souverän gewonnen. Foto: Rolf Vennenbernd

Jetzt hat die Tischtennis-WM in Düsseldorf auch für die deutschen Stars angefangen. Timo Boll und der Weltranglisten-Erste Ma Long siegten im Doppel ohne Mühe, die größte deutsche Medaillenhoffnung machte es im Mixed dagegen spannend.

Düsseldorf (dpa) - Das Spektakel dauerte nicht einmal 20 Minuten, da war der erste Auftritt von Timo Boll bei der Tischtennis-WM schon wieder vorbei. Zusammen mit seinem chinesischen Partner Ma Long zog der 36-Jährige in Düsseldorf in die zweite Runde des Doppel-Wettbewerbs ein.

Die frühere und die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste fertigten die beiden Ungarn Tamas Lakatos und Krisztian Nagy mühelos mit 4:0 Sätzen (11:5, 11:6, 11:9, 11:1) ab. Bereits am Donnerstag droht dem prominenten Duo aber ein schweres Spiel gegen die beiden Topfavoriten Xu Xin und Fan Zhendong aus China.

"Es ist normal gelaufen. Wir haben uns von Satz zu Satz gesteigert, und müssen uns jetzt weiter von Runde zu Runde steigern", sagte Boll. "Morgen geht es auch im Einzel los, von daher war dieses Doppel ein guter Aufgalopp für mich. Ich konnte meinen Rhythmus und mein Feingefühl finden." Im Einzel trifft der Rekord-Europameister am Mittwoch um 14.00 Uhr auf den Schotten Gavin Rumgay.

Auch die Europameister Patrick Franziska aus Saarbrücken und Jonathan Groth aus Dänemark gewannen ihr Auftaktspiel gegen die Rumänen Adrian Crisan und Ovidiu Ionescu mit 4:3 (10:12, 4:11, 11:5, 11:8, 11:9, 5:11, 15:13), so dass die deutsche Mannschaft insgesamt gesehen sehr erfolgreich in die Weltmeisterschaften im eigenen Land gestartet ist. Von neun Doppeln und gemischten Doppeln mit deutscher Beteiligung überstanden immerhin sieben die erste Runde. Petrissa Solja und der Chinese Fang Bon sowie Kristin Silbereisen und Steffen Mengel stehen im Mixed sogar schon in Runde drei.

Die größte deutsche Medaillen-Hoffnung bei dieser Heim-WM machte es dabei jedoch zunächst sehr spannend: Die Weltranglisten-14. Solja und der WM-Zweite von 2015 aus China setzten sich in der ersten Runde nur mit großer Mühe und im entscheidenden siebten Satz gegen Lily Zhang und Kunal Chodri aus den USA durch. Am Ende hieß es 4:3 (9:11, 11:4, 9:11, 11:3, 5:11, 11:2, 11:6) für die Favoriten. In Runde zwei siegten Solja und Fang Bo dann deutlich schneller - mit 4:0 (11:6, 11:3, 11:8, 11:7) gegen Ovidiu Ionescu und Bernadette Szocs aus Rumänien. "Im bin zufrieden mit dem Abend. Im zweiten Mixed haben wir uns schon deutlich eingespielter gefühlt", sagte Solja.

Silbereisen und Mengel siegten zunächst mit 4:2 (11:7, 11:2, 11:13, 9:11, 11:8, 11:4) gegen Judith Morales und Gustavo Gomez aus Chile. In Runde zwei gewannen sie am späten Abend nach einem 0:2-Satz-Rückstand mit 4:2 gegen Hameet Desai und Madhurika Patkar aus Indien (8:11, 8:11, 11:9, 11:7, 12:10, 11:9).

Zumindest Solja und Silbereisen mussten zwischendurch auch noch im Doppel ran. Zusammen mit Sabine Winter gewann Solja gegen Saba Safari und Mahshid Ashtari aus dem Iran mit 4:0 (13:11, 11:1, 14:2, 11:6). Silbereisen siegte an der Seite von Nina Mittelham mit 4:1 gegen Chiara Colantoni und Debora Vivarelli aus Italien (11:7, 14:12, 9:11, 11:9, 11:7). Ebenfalls die zweite Runde erreicht haben Chantal Mantz und Yuan Wan nach ihrem 4:3-Sieg gegen die Spanierinnen Sara Ramirez/Zhang Xuan (11:7, 9:11, 11:9, 11:9, 3:11, 8:11, 11:8).

Für zwei deutsche Kombinationen war diese WM dagegen schon nach dem ersten Spiel vorbei: Ruwen Filus und Ricardo Walther verloren im Doppel mit 3:4 (4:11, 7:11, 9:11, 12:10, 11:6, 11:8, 6:11) gegen die Tschechen Lubomir Jancarik und Pavel Sirucek. Sabine Winter und Benedikt Duda scheiterten im Mixed mit 3:4 an Lisa Lung und Cedric Nuytinck aus Belgien (13:11, 11:7, 10:12, 10:12, 10:12, 11:9, 9:11).

Am Mittwoch beginnen in den Düsseldorfer Messehallen die Einzel-Wettbewerbe. Dann wird auch der Weltranglisten-Fünfe Dimitrij Ovtcharov bei dieser WM zum ersten Mal aufschlagen. Für das Doppel oder Mixed wurde er zu seinem Ärger nicht nominiert. Im Einzel trifft er zum Auftakt um 17.00 Uhr auf den Tschechen Lubomir Jancarik.

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