Dopingvergehen von Carter

Bolt verliert Staffel-Goldmedaille von Peking

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Die jamaikanische Staffel mit Nesta Carter (l-r), Michael Frater, Usain Bolt und Asafa Powell.

Lausanne - Sprint-Superstar Usain Bolt verliert eine seiner neun olympischen Goldmedaillen. Die bei den Sommerspielen in Peking 2008 siegreiche 4x100-Meter-Staffel aus Jamaika ist wegen Dopings von Nesta Carter disqualifiziert worden.

Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 25. Januar in Lausanne mitteilte, wurde bei einem erneuten Test der Probe Carters das verbotene leistungssteigernde Mittel Methylhexanamin nachgewiesen. Nicht nur Carter, sondern eben auch Bolt, Michael Frater und Asafa Powell müssen die Goldmedaillen zurückgeben.

Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) wird die Ergebnisliste entsprechend ändern. Gold geht an das Team aus Trinidad und Tobago. Silber bekommt nun Japan, Bronze Brasilien.

Bolt verliert damit einen historischen olympischen Rekord. Der Ausnahmesprinter hatte nicht nur in Peking, sondern auch 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro das Gold-Triple über 100 und 200 Meter sowie in der Sprint-Staffel geschafft. Auch in London war der 31-jährige Carter in der Goldstaffel Jamaikas.

Das IOC lässt derzeit im Anti-Doping-Kampf mehr als 1000 Proben der Spiele von Peking und London mit modernen Analysemethoden erneut testen. Das IOC will so abschrecken. Und künftig werden Dopingproben nicht nur acht, sondern zehn Jahre gelagert.

Allein bei Überprüfungen im vergangenen Jahr waren von den Spielen in Peking 44 und von den Spielen in London 29 Sportler überführt worden. Die Zahlen des IOC zeigen, dass meistens Athleten aus Russland und anderen früheren Sowjetrepubliken erwischt wurden. Leichtathletik und Gewichtheben ragen negativ heraus.

Des Dopings überführt wurde auch die russische Dreispringerin Tatjana Lebedewa, wie das IOC weiter mitteilte. Sie muss ihre Silbermedaille von Peking wegen eines positiven Nachtests auf ein Anabolikum zurückgeben. Silber bekommt nun die Kasachin Olga Rypakowa, Bronze die Kubanerin Yargelis Savigne.

IOC-Mitteilung

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