Muhammad-Ali-Trophy

Brähmer gewinnt Turnierauftakt und steht im Halbfinale

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Jürgen Brähmer (r.) trifft durch die Deckung seinen Gegner Rob Brant am Kinn.

Profiboxer Jürgen Brähmer ist erfolgreich ins weltweite WBSS-Turnier gestartet. Der Schweriner besiegte den Amerikaner Rob Brant. Jetzt hat der 39-Jährige Großes vor.

Schwerin - Profiboxer Jürgen Brähmer steht im Halbfinale des Turniers World Boxing Super Series um die Muhammad-Ali-Trophy. Der 39-jährige Schweriner besiegte am späten Freitagabend in seiner Heimatstadt den Amerikaner Rob Brant in zwölf Runden einstimmig nach Punkten (119:109, 118:110, 116:112). Brähmer trifft in der Vorschlussrunde im Februar 2018 auf den Engländer Callum Smith. Im anderen Halbfinale des Supermittelgewichts stehen sich die Briten George Groves (WBA-Weltmeister) und Chris Eubank jr. (IBO-Champion) gegenüber. 

Der Lokalmatador behielt gegen den beweglichen Amerikaner stets die Kontrolle über das Geschehen im Ring, spielte seine Erfahrung aus und punktete mit seinem rechten Jab und seiner starken linken Schlaghand. Der bis dato unbesiegte Brant traf seinen Gegenüber zu selten und schon gar nicht entscheidend. Brähmer hat von nunmehr 52 Profikämpfen 49 gewonnen und drei verloren. Brant musste nach 22 Siegen die erste Niederlage in seiner Profikarriere hinnehmen.

„Ich möchte etwas Großes erreichen“, sagte Brähmer, der mit dem Gewinn der Muhammad-Ali-Trophy liebäugelt. Der Turniersieger erhält eine Prämie von rund 8,5 Millionen Euro. Brähmer, der in seiner Karriere zweimal den WM-Titel gewonnen hatte, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nach dem Turnier aus dem Ring verabschieden. 

Die World Boxing Super Series wird derzeit in den Gewichtsklassen Supermittel- und Cruisergewicht mit jeweils acht Top-Boxern in drei Durchgängen ausgetragen. Nur die Gewinner ziehen eine Runde weiter. Brähmer ist der einzige Deutsche, der noch im Rennen ist. Zuvor war im Cruisergewicht Marco Huck in seinem ersten Kampf gescheitert. Ex-Weltmeister Arthur Abraham hatte die Qualifikation zum Turnier nicht geschafft.

dpa

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