„Weil andere Maßnahmen nicht gegriffen haben“

Bundestag beschließt Gesetz gegen Betrug und Manipulation im Sport

+
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zeigt Betrug und Manipulation im Sport die Rote Karte.

Berlin - Der Deutsche Bundestag hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag das Gesetz gegen Sportwettbetrug und Spielmanipulation beschlossen. Auch DFB und die DFL begrüßen den Schritt.

Damit können Sportler, Trainer oder Schiedsrichter, die sich des Wettbetrugs oder der Spielmanipulation schuldig machen, mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren bestraft werden. In besonders schweren Fällen drohen sogar bis zu fünf Jahre Haft.

"Mit dem beschlossenen Gesetzentwurf weisen wir Betrug und Manipulation im Sport in die Schranken. Sport hat eine Vorbildfunktion. Sport kann Werte wie Fairness und Chancengleichheit vermitteln. Sportwettbetrug und die Manipulation berufssportlicher Wettbewerbe bewirken aber genau das Gegenteil", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD): "Weil andere Maßnahmen nicht gegriffen haben, müssen wir solchen Methoden mit den Mitteln des Strafrechts begegnen. So sorgen wir dafür, dass der Sport auch künftig nur für das steht, was ihn ausmacht: Integrität und fairen Wettkampf."

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) begrüßen den Schritt. "Das Gesetz ist ein wesentlicher Baustein für den Schutz der Integrität des Sports", sagte DFL-Präsident Reinhard Rauball: "Auch der Fußball selbst wird weiterhin alle ihm möglichen Anstrengungen zum Kampf gegen Wettbetrug und Spielmanipulation unternehmen."

DFB-Präsident Reinhard Grindel ergänzte: "Dass künftig die staatlichen Stellen auf Grundlage des gerade beschlossenen Gesetzes gegen Manipulation, Korruption und Betrug auch mit effektiven Strafverfolgungsmaßnahmen wie zum Beispiel Durchsuchungen und Abhörmaßnahmen konsequent vorgehen können, ist ein ganz wichtiger Schritt zur Wahrung der Integrität des Sports."

SID

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.