Busemann kritisiert Sportverbände im Umgang mit Doping

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Ex-Zehnkämpfer Frank Busemann fordert Veränderungen bei den Sportverbänden im Anti-Dopingkampf.

Hamburg - Der frühere Zehnkämpfer und olympische Silbermedaillen-Gewinner Frank Busemann hat nach den jüngsten Doping-Vorwürfen gegen die Leichtathletik die Sportverbände scharf kritisiert.

"Bei Verbänden ist der Wille nicht zu erkennen, dass der Sport sauber werden soll", sagte der 40-Jährige im Interview der NDR 1 Welle Nord. Der frühere Anti-Doping-Vertrauensmann des Deutschen Olympischen Sportbundes monierte die generelle Mentalität einiger Personen im Sport.

"Funktionäre, Sponsoren, gedopte Sportler wollen Platz eins, zwei, drei und ganz viel Geld damit verdienen", meinte der Recklinghausener, der das Problem nicht nur in Russland oder Kenia sieht. "Ich lege für keinen deutschen Sportler meine Hand ins Feuer", sagte Busemann. Ein sauberer Sport bringe nur sauberen Sportlern etwas. Er bedauere es zudem, dass saubere Sportler durch Dopingskandale Anderer heute unter Generalverdacht gerieten.

ARD und "Sunday Times" hatten eine Liste mit 12 000 Bluttests von rund 5000 Läufern ausgewertet, die aus der IAAF-Datenbank stammt. Darunter sollen 800 Sportler mit dopingverdächtigen Blutwerten sein, die von 2001 bis 2012 bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gestartet sind. Unter ihnen sollen rund 150 Athleten sein, die Medaillen bei den Topereignissen gewonnen haben.

Busemann-Interview auf ndr.de

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