Iberer zählten schon vor Turnierbeginn zu EM-Favoriten

Handball-EM: Deutscher Endspielgegner Spanien im Porträt

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Duell aus dem Auftaktspiel: Der Spanier Joan Canellas (links) im Zweikampf mit dem Deutschen Niclas Pieczkowski

Kassel. Der Countdown läuft: Ab 17.30 Uhr (live in der ARD) kämpfen die deutschen Handballer gegen Spanien in Krakau um die Goldmedaille bei der Europameisterschaft in Polen. Das Duell gab’s bei diesem Turnier schon einmal. Wir blicken auf den deutschen Finalgegner.

Das bisherige Turnier

Im Auftaktspiel unterlagen die Deutschen den Spaniern 29:32. Eine 9:7-Führung verspielte das junge Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Innerhalb von elf Minuten lag es 11:18 zurück – einen Rückstand, den es nicht mehr drehen konnte.

Als Sieger der deutschen Hauptrundengruppe zogen die Spanier ins Halbfinale ein. Dort schalteten sie im Duell der ehemaligen Weltmeister die hochgehandelten Kroaten (33:29) um den Melsunger Marino Maric aus.

Die einzige Turnierniederlage gab es für die abwehrstarken Spanier gegen Dänemark. „Sie haben sehr erfahrene Spieler, eine starke Abwehr und super Torhüter“, sagt Sigurdsson: „Wenn wir im Angriff einen zehnminütigen Blackout haben, dann strafen sie es mit vier, fünf Toren. Dann ist es vorbei. Das haben wir im ersten Spiel gesehen.“

Internationale Erfolge

Die Spanier standen mit Ausnahme der Olympischen Spiele 2012 in London bei allen großen Turnieren seit 2011 mindestens im Halbfinale, einen EM-Titel gewannen sie allerdings noch nie. „Es wird sehr schwer, aber ich hoffe, dass wir es diesmal schaffen“, sagt der spanische Rückraumspieler Joan Canellas vom THW Kiel: „Wir sind nicht mehr so jung und haben nicht mehr so viel Zeit. Die Deutschen haben noch genug Zeit.“

Die größten Erfolge der vergangenen Jahre: Olympia-Dritter 1996, 2000, 2008; Weltmeister 2005, 2013, WM-Dritter 2011; EM-Zweiter 1996, 1998, EM-Dritter 2000, 2013.

Die Mannschaft

Champions-League-Sieger FC Barcelona stellt das größte Kontingent des Kaders, die weiteren Profis spielen in zahlreichen Topklubs in Europa – drei der 16 Spieler spielen in der Bundesliga (Canellas/Kiel, Gedeon Guardiola/Rhein-Neckar Löwen, Rafael Baena/Rhein-Neckar Löwen). Außerdem im Blickpunkt: Torhüter Arpad Sterbik (Vardar Skopje) und Linksaußen Victor Tomas (FC Barcelona). Trainer Manolo Cadenas (60) ist in Doppelfunktion auch Trainer des polnischen Erstligisten Wisla Plock.

Der Altersschnitt beträgt 29,2 Jahre und damit fast fünf Jahre mehr als beim deutschen Team (24,6).

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