Führung in der Qualifikationsgruppe D

Deutschland gewinnt gegen Polen 3:1 - der Schnellcheck

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Frankfurt. Die deutsche Fußball-Nationalelf hat einen weiteren Schritt Richtung Europameisterschaft in Frankreich gemacht.

Mit dem 3:1 gegen Polen vor 48.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Commerzbankarena übernahm der Weltmeister die Führung in der Qualifikationsgruppe D. Der Schnellcheck:

Wie war das Spiel in der Frankfurter Arena?

Äußerst attraktiv. Das lag daran, dass sich hier zwei Mannschaften begegneten, die gewillt waren, nach vorn zu spielen. Vom deutschen Team durfte das erwartet werden. Es fand nach dem holprigen Start in die EM-Qualifikation zum weltmeisterlichen Kombinationsspiel zurück. Das 1:0 (12. Minute) war ein Tor ganz nach dem Geschmack von Bundestrainer Joachim Löw: Karim Bellarabi auf Jonas Hector, der zurück auf Thomas Müller - so schnell konnten die Polen gar nicht schauen, ehe der Ball im Netz lag.

Der Weltmeister machte auf diesem Niveau weiter. Und er gönnte auch dem Sorgenkind ein Erfolgserlebnis: Mario Götze schoss in der 19. Minute zum 2:0 ein - die deutsche Nationalelf im Rausch. Aber sie machte auch deutlich, dass sie immer noch die deutsche Nationalelf ist, die sich Nachlässigkeiten in der Defensive leistet. Folge: Robert Lewandowskis Anschlusstreffer in der 36. Minute. Er war nach einer Flanke mit dem Kopf zur Stelle - und hätte vor der Pause fast für das 2:2 gesorgt. Erst scheiterte er mit einem satten Schuss an Manuel Neuer im deutschen Tor, dann mit einem Kopfball an Mario Götze, der auf der Linie klärte.

Aus einer Gala wurde ein Zitterspiel. Der Bundestrainer reagierte Anfang der zweiten Halbzeit und baute mit Ilkay Gündogan für Bellarabi eine zusätzliche Sicherung ein. Gündogan belebte das deutsche Spiel wieder. Die Spannung blieb, zumal die Polen immer mal wieder gefährlich nach vorn kamen. Zeitweise war es jetzt ein Spektakel mit vielen Torchancen - und der Entscheidung durch Mario Götze knapp zehn Minuten vor Schluss.

Wie schlug sich der Debütant?

Es gibt schlechtere Geschichten: Emre Can wurde in Frankfurt geboren, in seiner Heimatstadt machte der 21-Jährige nun sein erstes Länderspiel für die A-Nationalelf. Can allerdings agierte nicht wie aktuell beim FC Liverpool im defensiven Mittelfeld, sondern als rechter Außenverteidiger. Er hatte gute Szenen nach vorn, er zeigte aber auch Schwächen in der Abwehrarbeit. Die Polen nutzen sie immer wieder zu Vorstößen.

Wer war der Mann des Abends?

So gut die Offensivabteilung der deutschen Mannschaft mitunter war: Hätte Manuel Neuer in der 45. Minute gegen Vereinskollege Lewandowski nicht so glänzend pariert, wäre der Zauber nicht so wertvoll gewesen. Auch danach zeigte sich der Welttorhüter sicher.

Fahren wir jetzt ohne Holland zur EM?

Nach der Niederlage der Schotten in Georgien und dem eigenen Sieg sind die Sorgen des DFB-Teams erheblich gesunken, zumal ja Platz zwei in der Gruppe ausreicht, um sich sicher zu qualifizieren. Davon sind die Holländer nach dem 0:1 gegen Island in Gruppe A noch weit entfernt.

Wie war die Stimmung in Frankfurt?

Verglichen mit manch Länderspiel gegen einen Fußballzwerg war die Stimmung klasse, weil hier zwei Fanlager aufeinandertrafen. Die polnischen Anhänger sangen und machten sich mitunter so lautstark bemerkbar, dass nicht immer klar war, wer hier das Heimspiel hat. Sie forderten sogar Lukas Podolski.

Wie geht es denn jetzt weiter mit der DFB-Elf?

Sollten Sie am Montag Fußball im Fernsehen entdecken: Es ist dann nicht das Zweitligaspiel, sondern die Partie der deutschen Mannschaft in Schottland.

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