Kantersieg in Mannheim

Kurz vor Handball-EM: Deutschland demontiert die gefährlichen Isländer

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Kapitän des DHB-Teams: Uwe Gensheimer.

Kurz vor der Handball-EM gelingt dem DHB-Team in Mannheim ein klarer Sieg gegen Island. Die Mannschaft von Christian Prokop wirkt gerüstet.

  • Deutschland - Island 33:25 (16:13)
  • DHB-Team feiert klaren Sieg kurz vorHandball-EM.
  • Leistung macht Deutschland Mut für die Europameisterschaft.

München/Mannheim - Die Handball-EM kann kommen: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat dank eines starken Torhüter-Duos ihre Ambitionen für die Europameisterschaft in Schweden, Österreich und Norwegen (9. bis 26. Januar) untermauert. 

Andreas Wolff und der erstmals seit 2030 Tagen wieder im Nationaltrikot eingesetzte Rückkehrer Johannes Bitter legten am Samstag die Grundlage für den 33:25 (16:13)-Testspielsieg in Mannheim gegen Island. 

Handball-EM: Uwe Gensheimer bester Werfer bei Test des DHB-Teams

Beste Werfer des im zweiten Durchgang starken DHB-Teams von Bundestrainer Christian Prokop waren Kapitän Uwe Gensheimer und Paul Drux mit je vier Treffern. 

Vor dem ersten

EM-Gruppenspiel am Donnerstag (18.15 Uhr/ZDF) in Trondheim gegen die Niederlande

steht für die DHB-Auswahl nun nur noch die Generalprobe am Montag (14.40 Uhr/ARD) in Wien gegen Co-Gastgeber Österreich an.

Handball-EM: Jogi Bitter zweiter Keeper neben Andreas Wolff

„Wir haben es ordentlich gemacht. Wir nehmen ein gutes Gefühl mit und fahren froh nach Wien“, sagte Keeper Bitter und meinte nach seinem Comeback: „Es ist unangenehm, in der zweiten Halbzeit reinzukommen. Ich habe alles gegeben. Es ist ein guter Start gewesen.“

Das Spiel helfe, Fahrt aufzunehmen für die Handball-EM und gebe wichtige Erkenntnisse, meinte Bundestrainer Prokop: „Die Jungs haben über weite Strecken konsequent gespielt.“

Bei der Europameisterschaft peilt die deutsche Nationalmannschaft eine Medaille an. Was dem Bundestrainer nach dem ersten Test auf jeden Fall klar ist, ihn aber auch nicht sonderlich überraschen sollte: Es wartet noch Arbeit bis zum ersten Vorrundenspiel gegen die Niederlande.

Handball-EM: Deutschland startet gegen die Niederlande ins Turnier

Zwar sind die Niederländer deutlich schwächer als die Isländer einzustufen, aber unabhängig vom Gegner leistete sich das DHB-Team vor 12 037 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena im ersten Durchgang einige technische Fehler. 

Auch die Abwehr präsentierte sich noch nicht auf Weltklasse-Niveau. Dafür steigerte sich die Deutschland aber deutlich im zweiten Durchgang.

Zunächst agierte in der Defensive aber nur Keeper Wolff gewohnt stark. Schon in den ersten sieben Minuten vereitelte der 28-Jährige fünf Wurfversuche der Gäste, auch im Anschluss agierte Wolff hellwach. 

Trotzdem kamen die Isländer zu einfachen Toren, weil die Defensive um die Abwehrchefs Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek in den ersten 30 Minuten immer wieder ungewohnte Lücken anbot.

Handball-EM: Bringt Christian Prokop den Berliner Paul Drux als Spielmacher?

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von zahlreichen Rückraumspielern setzte Prokop auf der Spielmacher-Position die meiste Zeit auf Drux von den Füchsen Berlin. Und der 24-Jährige lief direkt heiß und erzielte vier der ersten fünf deutschen Tore. 

Kreisläufer für Deutschland: Hendrik Pekeler (re.).

Dann aber unterliefen auch Drux in Abwehr und Angriff vermeidbare Fehler, erst als Prokop seine Defensive umstellte, wurde es besser. Und auch der im zweiten Durchgang eingesetzte „Jogi“ Bitter lieferte in seinem ersten Länderspiel seit über fünfeinhalb Jahren ab, als hätte er nie gefehlt.

Handball-EM: DHB-Team braucht starke Torhüter - wie gegen Island

Schon in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit wehrte der 37-Jährige zwei Würfe der Isländer mit starken Reflexen ab. Zudem parierte er später zwei Siebenmeter. Eine derart starke Torhüterleistung könnte auch der Schlüssel zum angepeilten Halbfinale bei der Handball-EM sein. 

Auch die in der zweiten Hälfte eingesetzten Außenspieler Timo Kastening und Patrick Zieker empfahlen sich für den endgültigen EM-Kader. Vor dem Turnierstart muss Prokop seinen derzeit 17 Spieler umfassenden Kader noch um einen Spieler reduzieren.

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