French Open 2017

"Djokassi" beginnt erfolgreich - auch Nadal mühelos

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Novak Djokovic ist locker in die zweite Runde der French Open eingezogen.

Erfolgreicher Auftakt für "Djokassi": Novak Djokovic hat seine Mission Titelverteidigung bei den French Open mit einem komfortablen Auftaktsieg begonnen. Auch Nadal konnte jubeln

Paris - Novak Djokovic hat seine Mission Titelverteidigung bei den French Open mit einem komfortablen Auftaktsieg begonnen und seinem neuen Coach Andre Agassi einen guten Einstand beschert. Auch Topfavorit Rafael Nadal gab sich zum Start keine Blöße und machte in Paris den ersten Schritt zum ersehnten zehnten Titel. Djokovic könnte mit einem weiteren Titel in Paris der erste Spieler in der Geschichte des Profitennis (seit 1968) werden, der jedes Grand-Slam-Turnier mindestens zweimal gewonnen hat.

Der an Position zwei gesetzte Serbe hatte beim 6:3, 6:4, 6:2 gegen Marcel Granollers (Spanien) wenig Mühe. Nach 2:27 Stunden verwandelte der 30-jährige Serbe seinen ersten Matchball auf dem 14.911 Zuschauer fassenden Court Philippe Chatrier. Der Weltranglisten-Vierte Nadal schaffte mit dem 6:1, 6:4, 6:1 gegen Benoit Paire (Frankreich) seinen 73. Sieg in seinem 75. French-Open-Match seit 2005.

Derweil ist Mischa Zverev (Hamburg) als vierter deutscher Profi ausgeschieden. Der an Nummer 32 gesetzte Genf-Finalist verlor gegen den Italiener Stefano Napolitano mit 6:4, 5:7, 2:6, 2:6. Am späten Montagnachmittag hatte noch kein Deutscher die zweite Runde in den Einzelwettbewerben von Paris erreicht.

Agassi (47) saß während der Partie entspannt in der Djokovic-Box. Mal mit Sonnenbrille auf der Nase - mal mit Sonnenbrille auf dem Kopf. Nach dem verwandelten Satzball im zweiten Durchgang lachte Agassi herzhaft. Nach dem Matchball verschwand der viermalige Australian-Open-Champion schnurstracks in den Katakomben. "Es ist eine Ehre, dass Andre mich betreut", sagte Djokovic. Zum ersten Mal hatten die beiden am vergangenen Donnerstag zusammen im Stade Roland Garros trainiert.

Das begrenzte Projekt "Djokassi"

Das Projekt "Djokassi" ist zunächst auf die French Open begrenzt. "Dort werden wir herausfinden, in welche Richtung es geht", sagte der 12-malige Grand-Slam-Champion Djokovic, der Anfang Mai überraschend fast sein gesamtes Betreuerteam gefeuert hatte: "Ich brauchte eine neue Inspiration. Und Andre ist ein Champion."

Nur Pepe Imaz blieb aus dem alten Stab übrig. Der spanische Mental-Guru, der Licht und Liebe predigt, soll der Grund dafür gewesen sein, dass im Dezember 2016 auch die dreijährige Zusammenarbeit zwischen Djokovic und Boris Becker (49) endete. Becker und Agassi begrüßten sich am Montag während des Matches im zweiten Satz per Handschlag auf der Tribüne.

Nadal will seinen zehnten Titel holen

Nadal, der am kommenden Samstag 31 Jahre alt wird, will im Finale am 11. Juni seinen zehnten Paris-Titel holen - seinen ersten an der Seine seit 2014. Es wäre eine historische Leistung, denn in der Open Era seit 1968 ist es noch keinem Profi gelungen, ein und dasselbe Grand-Slam-Turnier so oft zu gewinnen. Derzeit teilt sich der 14-malige Major-Sieger Nadal den Rekord mit Martina Navratilova. Die gebürtige Tschechin hatte in Wimbledon zwischen 1978 und 1990 insgesamt neunmal triumphiert.

Auch Titelverteidigerin Garbine Muguruza startete beim 6:2, 6:4 gegen die ehemalige Paris-Gewinnerin Francesca Schiavone (Italien) erfolgreich. Nach 1:33 Stunden nutzte die Spanierin, die im vergangenen Jahr im Finale Serena Williams (USA) bezwungen hatte, ihren vierten Matchball. Die inzwischen 36-jährige Schiavone hatte die French Open 2010 gewonnen und im Jahr danach noch einmal das Endspiel erreicht.

Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres ist mit insgesamt 33,8 Millionen Euro dotiert. Sieger und Siegerin erhalten jeweils ein Preisgeld von 2,1 Millionen Euro.

sid

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