Die „Dominierer“ sind zurück

Doppelsieg in Ramsau: Frenzel und Rießle zeigen Norwegen die Grenzen auf

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Die "Dominierer" sind zurück: Eric Frenzel und Fabian Rießle siegten in Ramsau.

Die "Dominierer" sind zurück: Eric Frenzel und Fabian Rießle sorgten beim Weltcup der nordischen Kombinierer in Ramsau/Österreich für einen Doppelsieg.

Ramsau - Die "Dominierer" sind zurück: Eric Frenzel und Fabian Rießle haben beim Weltcup der nordischen Kombinierer in Ramsau/Österreich mit einen ungefährdeten Doppelsieg die deutsche Dominanz des Vorwinters neu aufleben lassen. 

"Ich bin natürlich richtig zufrieden. Wir haben von den Norwegern ja zuletzt aufgezeigt bekommen, dass sie wieder stärker sind. Heute haben wir zurückgeschlagen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF.

Frenzel setzte sich im Zielsprint knapp vor seinem Teamkollegen durch, acht Sekunden zurück folgte der Norweger Jan Schmid auf Rang drei. Die Skandinavier hatten zuletzt in Lillehammer einen Dreifachsieg gefeiert. 

42. Sieg! Frenzel jagt Manninen

"Das lief heute ziemlich gut. Wir wollten ein hohes Tempo gehen und uns die Verfolger vom Leib halten. Das ist uns gut gelungen", sagte Frenzel. Für den Olympiasieger war es der erste Erfolg des Winters und der 42. seiner Karriere. Damit jagt er weiter die Weltcup-Bestmarke des Finnen Hannu Manninen (48 Erfolge). 

"Zum Schluss war es uns wichtig, vor unseren norwegischen Kollegen zu sein. Das ist zum Glück gut gelungen", sagte Frenzel, der ganz nebenbei die Norm für die Winterspiele in Pyeongchang erfüllte. Vinzenz Geiger als Vierter und Manuel Faißt als Zehnter komplettierten das hervorragende deutsche Ergebnis. 

Rekordweltmeister Johannes Rydzek musste sich dagegen nach einem verpatzten Sprung mit dem enttäuschenden 21. Platz zufrieden geben. "Johannes will derzeit sehr, sehr viel. Dann ist der Schuss nach hinten losgegangen. Gelaufen ist er hervorragend, er muss jetzt die Nerven bewahren", sagte Weinbuch. 

Gesamtweltcup: Frenzel in Schlagdistanz

Frenzel war nach einem starken Sprung auf 96,0 m als Dritter in die Loipe gegangen, wo er sich schnell gemeinsam mit Rießle und Schmid vom Feld absetzte. Am Ende hatte Frenzel die größten Reserven. "Wir sind heute wieder besser gesprungen und auch im Laufen selbstbewusst aufgetreten", sagte Weinbuch. 

Im Gesamtweltcup bleibt Espen Andersen trotz eines enttäuschenden 14. Platzes in Führung. Der Norweger liegt mit 294 Punkten vor Schmid (283) und dem Japaner Akito Watabe (269), der am Samstag Fünfter wurde. Dahinter folgen Rydzek (232) und Frenzel (218) auf den Rängen vier und fünf. 

Am Sonntag (11.30/13.45/ZDF und Eurosport) folgt der letzte Wettkampf des Jahres. Im vergangenen Winter hatten die deutschen Kombinierer in Ramsau zwei Dreifachsiege gefeiert. 

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sid

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