Weltcup-Wochenende in Val di Fiemme

Doppelter Doppelsieg: Deutsche Kombinierer dominant

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Eric Frenzel ist in der Nordischen Kombination derzeit allen Konkurrenten überlegen.

Val di Fiemme - Die Serie geopfert, die Vormachtstellung trotzdem untermauert: Dank Doppelsieger Eric Frenzel haben die deutschen Kombinierer das Weltcup-Wochenende im italienischen Val di Fiemme klar beherrscht.

Der Olympiasieger aus Oberwiesenthal gewann nach seinem Erfolg am Freitag auch das zweite Einzel am Sonntag in überlegener Manier. Dass beim Teamwettbewerb am Samstag in Abwesenheit der Topathleten des DSV erstmals in dieser Saison kein Deutscher ganz oben stand, war einkalkuliert.

Während Frenzel am Sonntag einsam und allein zu seinem nun bereits 37. Weltcup-Erfolg lief, belegte Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) 30,2 Sekunden dahinter wie schon am Freitag Rang zwei und sorgte damit für den sechsten deutschen Doppelsieg in den letzten sieben Rennen. Fabian Rießle (Breitnau) als Fünfter und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt/+40,4) auf Position acht rundeten das gewohnt starke Mannschaftsergebnis ab.

"Ich bin einfach sehr zufrieden mit mir im Moment", sagte Frenzel: "Ich hoffe, ich kann dieses Gefühl mit in die nächsten Wettkämpfe nehmen." Nach einem Sprung auf die Tagesbestweite von 138,0 m war er als Führender in den 10-km-Langlauf gegangen und hatte in der Loipe nie Zweifel an seinem Triumph aufkommen lassen. In der "ewigen" Bestenliste nähert sich der 28-Jährige dem in den Weltcup zurückgekehrten, diesmal aber pausierenden Finnen Hannu Manninen (48 Siege) weiter an.

Bereits am Freitag hatte Frenzel vor Teamkollege Rydzek einen ungefährdeten Sieg gefeiert und die beinahe unwirkliche deutsche Siegesserie zunächst weiter ausgebaut. Einen Tag später erhielt der dreimalige Gesamtweltcup-Sieger dann jedoch genauso wie Rydzek und Kircheisen eine Wettkampf-Pause. Der letzte verbliebene deutsche Topathlet Rießle verpasste gemeinsam mit Youngster Terence Weber (Geyer) als Fünfter den Sieg deutlich.

"Das war eingeplant, weil unsere Besten nicht am Start waren", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch anschließend in der ARD: "Wir wollen zur WM fit sein und müssen mit unseren Kräften haushalten." Der Sieg ging an das norwegische Duo Jörgen Graabak und Espen Andersen. Im elften Wettbewerb des WM-Winters stand erstmals kein Deutscher ganz oben auf dem Podest.

Schon am Sonntag war dies jedoch wieder anders, und sollten die deutschen Kombi-Asse ihre Form in den kommenden Wochen auch nur ansatzweise halten können, dürfte auch die WM in Lahti (22. Februar bis 5. März) zu DSV-Festspielen werden. Vor allem als Mannschaft scheinen die Deutschen in dieser Saison schließlich nahezu unschlagbar: In den Einzeln siegten sechsmal Frenzel, dreimal Rydzek, einmal Rießle, und auch den bislang einzigen Staffel-Wettbewerb gewannen die deutschen "Dominierer" überlegen.

sid

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