Champions League

Schnellcheck: Dortmund legt Fehlstart hin - Leipzig spielt unentschieden

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Enttäuscht: Borussia Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang liegt auf dem Rasen. Der BVB verlor in der Champions League 1:3 gegen Tottenham Hotspur.

Kassel. Während RB Leipzig das 1:1 gegen den AS Monaco beim Debüt in der Fußball-Champions-League nicht recht einordnen konnte, waren die Reaktionen bei Borussia Dortmund deutlicher. Nach dem 1:3 bei Tottenham Hotspur herrschte Enttäuschung.

Wie fällt die deutsche Bilanz nach dem ersten Spieltag aus?

Hätte besser sein können. Nachdem sich die Münchner Bayern am Vorabend zu einem 3:0 gegen Anderlecht gemüht hatten, lief es für Dortmund und Leipzig nicht nach Wunsch. Vor allem der BVB, der die schwere Gruppe H mit Real Madrid erwischt hat, steht nun schon unter Druck. Nur die zwei besten Teams jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale.

Welchen Eindruck machte die Borussia bei der Rückkehr ins Wembley-Stadion? 

Vier Jahre nach der Finalniederlage gegen die Bayern zog der BVB in London erneut den Kürzeren. Schlecht verteidigt und der Gegner zu clever - so lief das Spiel.

Und so begann es: Vierte Minute, Konter der Spurs über links. Sokratis greift Heung-Min Son im Strafraum nicht an, Roman Bürki macht die kurze Ecke auf - Son jagt den Ball ins Tor. Die Dortmunder Antwort folgt in der elften Minute. Und wie: Andrij Jarmolenko zieht nach Doppelpass mit Kagawa in die Mitte und hämmert das Leder aus 19 Metern ins Eck - 1:1.

Vier Minuten später eine Kopie des 1:0: Wieder ist die Dortmunder Defensive nicht gut organisiert. Diesmal trifft Harry Kane auf Ömer Toprak, der geht nicht drauf, Bürki lässt die kurze Ecke erneut offen - 1:2.

Der BVB bestimmte danach das Spiel, schlug aber aus seinen Chancen kein Kapital. Die Spurs schon: Kane kann’s nicht nur ins kurze Eck: Pass von Eriksen - und der Torjäger befördert das Leder ins lange Eck - 3:1 (60.). Danach kam vom BVB nicht mehr viel. Die Gelb-Rote Karte gegen Tottenhams Vertonghen in der Nachspielzeit fiel nicht mehr ins Gewicht.

Wie war der erste Auftritt einer Leipziger Mannschaft seit fast 30 Jahren? 

Als in London schon dreimal gejubelt wurde, waren die Teams in der Red-Bull-Arena noch so weit von einem Treffer entfernt wie ein Sportschütze, der erst mal die Munition suchen muss. Ein Kopfball des Leipzigers Poulsen, der vor der Partie seinen Vertrag bis 2021 verlängert hatte, war in der ersten halben Stunde der einzige Höhepunkt.

Aber dann ging’s rund: Erst traf Forsberg gegen den Ex-Wolfsburger Schlussmann Benaglio ins kurze Eck (33.) - das Leipziger Premierentor auf internationaler Bühne. Kurz darauf stand es schon 1:1: Monacos Tielemans stocherte das Leder über die Linie (34.).

Die Platzherren hatten danach mehr vom Spiel, machten aber zu wenig daraus. Zumeist spielte sich das Geschehen zwischen den beiden Strafräumen ab. Bezeichnend: Nach gutem Zusammenspiel zwischen dem deutschen Nationalstürmer Timo Werner und dem eingewechselten Kampl kam der Slowene nicht zu einem guten Abschluss (70.).

Das erste Leipziger Tor in der Königsklasse ist gefallen: Emil Forsberg jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0. Rechts im Bild: Monacos Torwart Diego Benaglio.

Gab es denn einen Aufreger? 

Ja. Das liegt daran, dass es in der Champions League keinen Videobeweis gibt. Und darunter musste der BVB gestern leiden. 57. Minute: Pierre-Emerick Aubameyang kommt nach langer Flanke am zweiten Pfosten an den Ball. Sehenswert trifft der Gabuner per Dropkick ins lange Eck. Der Stürmer dreht schon ab und jubelt - aber der Treffer zählt nicht. Gianluca Rocchi entscheidet auf Abseits. Ein Fehler. Den Videobeweis gibt es allerdings nur in der Bundesliga, nicht in der Königsklasse.

Wie war die Sky-Konferenz mit rein deutscher Beteiligung? 

Reporter Frank Buschmann hätte gern in der Anfangsphase ein bisschen was zum Premierenspiel in der Arena in Leipzig erzählt. Nur: Sky hatte erhebliche Ton-Probleme. „Ich höre mich selbst mit zweisekündiger Verspätung“, berichtete Buschmann, „wir konzentrieren uns deshalb erst mal auf Kai Dittmann in London.“ Und dieser wusste, wie er seinen Kollegen entlasten kann: Schilderte mal eben drei Treffer in der Anfangsphase.

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