Auftakt in Hockenheim

DTM-Saisonstart: Neue Regeln, schnellere Autos, mehr Spannung?

Hockenheim - Die runderneuerte DTM startet am Wochenende in Hockenheim in ihre neue Saison. Die Karten sind neu verteilt, die neuen Regeln könnten für Spannung sorgen.

Weniger Fahrer, mehr Power, neue Führung: Die DTM startet am Wochenende in ihre 31. Saison - runderneuert mit veränderten Regeln und frischem Personal. "Ich mag es, wenn Entwicklungen stattfinden. Neue Autos, ein bisschen mehr Motorleistung, andere Reifen", sagte der schwedische Routinier Mattias Ekström: "Das ist gut für die Serie und bringt Spannung."

Die Karten sind vor dem Auftakt in Hockenheim neu gemischt - und Prognosen auf die Meisterschaft oder den Saisonverlauf daher nahezu unmöglich. "Ich sehe fünf, sechs Kandidaten als Meisterschaftsanwärter, aber generell sind alle 18 für mich Kandidaten für einen Rennsieg" meinte Audi-Pilot Ekström: "Aber es geht ja nicht nur darum, wer schnell ist, sondern auch, wer schlau unterwegs ist. Genau diese Kombination wird den DTM-Meister in diesem Jahr ausmachen."

Geht die Prognose des Schweden auf, könnte dies also wieder Titelverteidiger Marco Wittmann (Markt Erlbach) in die Karten spielen. Im vergangenen Jahr verstand es der BMW-Fahrer wie kein anderer, bei geringem Risiko extrem schnell zu sein. "Es ist echt schwer, einen Favoriten auszumachen", sagte aber auch der Bayer. Auch Vizemeister Edoardo Mortara rechnet sich Chancen aus, der Italiener, im vergangenen Jahr noch bei Audi, greift in diesem Jahr mit Mercedes an.

Berger: „Die DTM muss die DTM bleiben und sein“

Diese Entwicklung ist ganz nach dem Geschmack von Gerhard Berger, der seit einigen Wochen als Vorstand des DTM-Vermarkters ITR die Fäden zieht. Der Österreicher, einst in der Formel 1 für die Scuderia Ferrari aktiv, will mit seiner Serie "möglichst einfachen Rennsport betreiben", wie er im SID-Interview betonte: "Die DTM muss die DTM bleiben und sein. Wir müssen schauen: Wohin entwickelt sich der Fan? Was ist für ihn attraktiv? Heute, morgen und in der langfristigen Zukunft, und danach müssen wir uns ausrichten. Denn es spricht nichts dagegen, sie noch populärer zu machen und sie noch weiterzuentwickeln."

Die Attraktivität will die ITR im Zusammenspiel mit den Herstellen Audi, BMW und Mercedes durch leistungsstärkere Wagen und neue Reifen steigern. Ein gutes Dutzend angepasster Regeln, unter anderem den Boxenfunk und die Boxenstopps betreffend, könnte für eine spannende Saison sorgen. Dies wäre auch im Hinblick auf die Verhandlungen mit dem TV-Partner ARD wertvoll, denn der Vertrag läuft zum Jahresende aus. Fakt ist: Keiner der Wettbewerber weiß, wo er tatsächlich steht.

"Wir haben Potenziale geschaffen, die Show noch besser zu machen", sagte Mercedes-DTM-Leiter Ulrich Fritz dem SID über die neuen Regeln. Die Stuttgarter, im vergangenen Jahr Letzter der Markenwertung, haben einiges gutzumachen. "Wir haben viel getestet, sind über 19.000 km gefahren und haben einen großen Datensatz gesammelt. Wir haben uns sehr, sehr intensiv vorbereitet", sagte Fritz: "Es ist unser Anspruch, um Titel zu fahren. Und dafür haben wir alles getan."

SID

Rubriklistenbild: © dpa

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