Baunatalerin Hürdensprinterin heute ab 21.05 Uhr im WM-Endlauf – auch Speerwerfer wollen Medaillen

Dutkiewicz stürmt ins Finale

Pure Freude: Die Baunatalerin Pamela Dutkiewicz (links) hat genau wie die Amerikanerin Dawn Harper-Nelson das WM-Finale über 100 Meter Hürden erreicht. Foto:  dpa

London. Sie hat es geschafft: Die Baunatalerin Pamela Dutkiewicz steht im Finale über 100 Meter Hürden bei der Leichtathletik-WM in London. Heute ab 21.05 Uhr (live im ZDF und bei Eurosport) geht es für die 25-jährige Nordhessin um Medaillen und den größten Erfolg ihrer Karriere. Am letzten Wochenende der Titelkämpfe stehen aber auch die deutschen Speerwerfer und Usain Bolt im Blickpunkt. 100 METER HÜRDEN FRAUEN

Was war das für ein Halbfinale von Pamela Dutkiewicz. Spannend, nervenaufreibend und am Ende ganz stark im Schlussspurt. Europas Jahresbeste lief 12,71 Sekunden und kam hinter Peking-Olympiasiegerin Dawn Harper-Nelson (12,63) und vor Weltrekordlerin Kendra Harrison (beide USA/12,86) ins Ziel. Harrison, mit 12,28 Sekunden die weltweit Schnellste in diesem Jahr, rutschte über die Zeitregel noch ins Finale.

„Ich hatte einen ganz schlechten Start, wollte besonders vorsichtig sein“, sagte Dutkiewicz in der ARD. Der erste Startversuch war abgebrochen, aber nicht als Fehlstart gewertet worden – der für den TV Wattenscheid startenden Dutkiewicz fiel erkennbar ein dicker Stein vom Herzen: „Ich hatte da schon mitgezuckt, bin dann beim zweiten Mal relativ verunsichert rausgelaufen. Aber jetzt ist alles gut, ich freue mich so sehr auf das, was nun im Finale kommt.“

Bereits im Vorlauf um 11.15 Uhr meisterte Dutkiewicz ihre Aufgabe mit Bravour. Die Deutsche Meisterin belegte in 12,74 Sekunden Platz zwei hinter Jamaikas Titelverteidigerin Danielle Williams (12,66). „6 Uhr Aufstehen, 9 Uhr Warmmachen, das war gar nicht so einfach. Ich wollte kontrolliert laufen, und das habe ich geschafft. Aber diese beeindruckende Kulisse pusht einen auch ungemein“, sagte die 25-Jährige.

Überschattet wurde die erste Runde von einem schweren Sturz von Deborah John (Trinidad und Tobago). Die 27-Jährige prallte heftig mit dem Kopf voran in eine Hürde und blieb danach liegen, ehe sie auf einer Trage aus dem Innenraum gebracht wurde.

SPEERWURF MÄNNER

Aus deutscher Sicht ist es das Finale dieser WM. Gold, Silber und Bronze für eine Speerwurf-Nation – das klingt wie eine Utopie. Doch Rekordmann Johannes Vetter (Offenburg), Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) und Andreas Hofmann (Mannheim) haben es drauf. Sie sind die Nummer 1, 2 und 3 der Jahresweltrangliste. Ganz oben steht Gold-Favorit Vetter mit 94,44 Metern, der bereits in der Qualifikation mit 91,20 Metern seine überragende Form unter Beweis stellte. ZEHNKAMPF

Die deutschen Zehnkämpfer Kai Kazmirek und Rico Freimuth mischen bei der Vergabe der Medaillen ebenfalls stark mit. Nach vier Disziplinen liegen der Olympia-Vierte Kazmirek (LG Rhein-Wied) und der WM-Dritte Freimuth (Halle/Saale) mit jeweils 3472 Punkten auf dem zweiten und dritten Platz. In Führung liegt nach dem Hochsprung der Olympia-Zweite Kevin Mayer aus Frankreich (3581). 4x100 METER MÄNNER

Good bye, Usain Bolt! Etwas Wehmut wird mitschwingen, wenn der schnellste Mann an diesem Abend des 12. August sein letztes Rennen bestreitet. Das zwölfte WM-Gold wäre das passende Abschiedsgeschenk. Wenn die DLV-Staffel ins Finale will, muss sie an den Deutschen Rekord (38,02 Sekunden) heranlaufen. (tor/dpa/sid)

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