Gunnar Puk – als neuer Willinger Moderator in den Fußstapfen seines Vaters

Einen Liebling hat er nicht

Die neue Stimme am Mühlenkopf: Der Willinger Schanzensprecher Gunnar Puk. Foto:  Schachtschneider

Willingen. Eine erfolgreiche Premiere als Moderator beim Skispringen liegt hinter Gunnar Puk. Für den 26-Jährigen vom Ski-Club Willingen wurde es am Freitag bei der Eröffnungsfeier ernst.

Zum ersten Mal informierte er dort kompetent und kurzweilig das Willinger Publikum über die Weltelite von Thomas Morgenstern bis Adam Malysz. „Ich denke, es ist ganz gut gelaufen“, sagt er bescheiden einen Tag später.

Wie kommt man zu so einem Job als Stadionsprecher, der viel Vorbereitung erfordert? „Für meinen ersten Einsatz beim Skispringen kam die Order kurzfristig. Unser Präsident Jürgen Hensel hat mich vor zwei Wochen angerufen und gefragt, ob ich das machen könnte“, berichtet er lachend rückblickend. Nach einem kurzen Gespräch war die Aufgabe für den früheren aktiven Biathleten des SCW eingetütet.

Schließlich ist er prädestiniert dafür. Schon sein Vater Rainer Puk - inzwischen verstorben - ist als die „Stimme vom Mühlenkopf“ in die Geschichte des Ski-Clubs eingegangen. Und sein Sohn Gunnar ist nicht nur als ehemaliger Biathlet, sondern überhaupt in die Arbeit des Vereins so langsam Schritt für Schritt eingebunden worden. Dafür ist der Ski-Club mit seinen vielen Free Willis ja bekannt.

Mit Moderationen beim Orenberg-Cup, einem Nachwuchs-Wettbewerb der Skispringer, und dem Panorama-Lauf hatte es einst angefangen. Im vergangenen Jahr waren die Einsätze bei der Deutschen Meisterschaft im Biathlon und der Sprint-DM zusammen mit Jens Kramer echte Höhepunkte für Puk.

Hat der Elektro-Ingenieur, der nach seinem Studium in Soest heute in Warstein-Belecke arbeitet, eigentlich einen Lieblingsspringer? „Nein“, sagt Gunnar Puk und überlegt dann ein bisschen, „aber ich drücke in erster Linie der deutschen Mannschaft die Daumen.“

Für die Vorbereitung seiner Arbeit ist das Internet eine Hauptquelle. „Dort kann man über jeden Springer etwas herausfinden“, erzählt Puk, wie er an seine Informationen kommt. Außerdem kann er auf Aufzeichnungen seines Vaters zurückgreifen. Und auf die Hilfe der erfahrenen Willinger Pressemannschaft rechnen. „Jan Matura wird heute 31 Jahre alt“, informiert ihn etwa der aus Korbach stammende ARD-Fernsehchef Werner Rabe am Samstag so im Vorbeigehen. Der Tipp wird dankbar notiert. Ständig kommen auch auf diese Weise also neue Infos dazu.

Unterstützung für HR

Während des Teamspringens und der Einzelkonkurrenz wird Gunnar Puk den Moderator Uwe Becker vom Hessischen Rundfunk (HR) unterstützen.

Wenn der Weltcup dann vorbei ist, kann sich der 26-Jährige, der mit der Biathletin Stephanie Müller befreundet ist, wieder seinen weiteren Aufgaben im Ski-Club widmen. Als Betreuer ist er beim Nachwuchs unter anderem für die Technik, die Skier und den Wachs zuständig.

Von Hans Dreier

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