Mit Ronaldo auf dem Platz

Interview: Einlaufkinder aus Münden über Treffen mit Real Madrid

Für ein paar Minuten im Rampenlicht: Die Jungs von Werder Münden mit den Stars von Real. Ganz links Edis Glogic vor Ronaldo, Felix Fraatz mit Toni Kroos (Vierter von links), Melvin Faulstich und Marcelo (Dritter von rechts) und Luke Faulstich mit Torhüter Iker Cassilas (Erster von rechts). Foto: Schalke 04

Gelsenkirchen/Münden. Die F-Jugend-Fußballer des 1. FC Werder Münden waren am Mittwochabend mitten drin im großen Fußball.

Vor dem Anpfiff des Champions-League-Spiels zwischen Schalke und Real Madrid standen sie Seite an Seite mit Ronaldo und Co. im Spielertunnel, bevor sie mit ihnen aufs Feld liefen. Was sie mit den Galaktischen aus Spanien erlebt haben, berichten Luke und Melvin Faulstich, Edis Glogic und Felix Fraatz, allesamt sieben Jahre alt, im Interview.

Hallo ihr vier, wie fing denn euer Abenteuer auf Schalke an?

Edis: Wir haben eine Führung durchs Schalke-Museum gemacht. Da waren viele Pokale zu sehen. Felix: Ja, so fünf. Edis: DFB-Pokal, Meisterschale, Engelspokal... Felix: Engelspokal? Bei den Engeln gab es doch noch gar keinen Pokal!

Na gut, halten wir uns nicht mit den Nebensächlichkeiten auf. Wie waren die Real-Stars denn nun? 

Luke: Wir haben ja erst ganz kurz vor dem Spiel erfahren, dass wir mit Madrid einlaufen. Ich hätte ja lieber Schalke gehabt, am liebsten Benedikt Höwedes.

Und wer hat dich stattdessen an die Hand genommen? 

Luke: Der Torhüter Das scheint keinen großen Eindruck auf dich gemacht zu haben. Wer hatte denn Superstar Ronaldo? Edis: Ich hatte den. Dann hast du ja großes Glück. Edis: Das war kein Glück. Mein Vater hatte mir erzählt, dass er immer als Letzter aufläuft. Dann habe ich mich einfach ans Ende unserer Reihe gestellt. Als dann die Spieler kamen, stand er plötzlich neben mir.

Und war er so, wie du ihn dir vorgestellt hattest? 

Edis: Ich dachte er hätte etwas spitzere Haare oben auf dem Kopf. Vielleicht war er ja beim Friseur. Von unserer Mannschaft waren ja auch alle beim Friseur gewesen.

Und hat Ronaldo etwas gesagt? 

Felix: Wir durften nicht mit den Spielern sprechen, weil sie sich auf das Spiel konzentrieren sollten.

Wer hat das denn gemeint? 

Felix: Gisela!

Und wer ist Gisela? 

Felix: Die hat uns doch vor dem Spiel durchs Schalker Museum geführt. Das war aber bis auf die Filme etwas langweilig.

Wir schweifen etwas ab. Wen hattest du denn an der Hand, Felix? 

Felix: Toni Kroos. Dem habe ich auch gesagt, dass ich noch ihn von den Bayern kenne. Und was hat er geantwortet? Felix: Nichts. Ich glaube, die hatten alle Ohrstöpsel drin. Das war schade. Auch Autogramme haben wir nicht bekommen.

Na ja – Schwamm drüber. Was fandet ihr denn noch besonders an diesem Abend? 

Melvin: Auf dem Spielfeld war es unheimlich laut. Die haben sogar Feuerwerk gemacht.

Und habt ihr euch dann das Spiel von der Tribüne aus angesehen? 

Edis: Ja. Wir hatten Super-Plätze in der ersten Reihe. Fast alle haben im Stadion zu Schalke gehalten – ich aber nicht.

Ihr habt also die beiden Tore gut gesehen. 

Felix: Ja, das zweite von Marcelo war krass: Latte – Pfosten – Tor. Und auf der anderen Seite lag Torwart Iker Cassilas schon auf dem Boden und hat trotzdem alles gehalten. Das war dumm. Edis: Früher hatte aber auch Schalke mal ein Tor gemacht, und Gisela hat dabei eine Bierdusche abbekommen. Das war lustig.

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