Zuschauer-Rekord gebrochen

Eishockey-WM: Diese Teams stehen im Halbfinale

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Jaromir Jagr vom Team Tschechei jubelt über das Weiterkommen ins Halbfinale bei der Eishockey-WM.

Prag - Kanada ist bei der Eishockey-WM weiterhin nicht zu stoppen. Am Samstag spielt der Top-Favorit im Halbfinale gegen Gastgeber Tschechien. Zudem treten die USA gegen Russland an.

Die Halbfinals der Eishockey-WM stehen fest - und ein hochklassiger Kampf um den Titel scheint garantiert. Der große Turnierfavorit Kanada trifft nach einem weiteren Schützenfest am Samstag auf Gastgeber Tschechien, den Altstar Jaromir Jagr fast im Alleingang vor dem Viertelfinal-K.o. bewahrte. Die USA müssen auf dem Weg ins Finale Russland bezwingen. Der Rekord-Weltmeister bekommt jedoch in Alexander Owetschkin prominente Verstärkung.

Die Russen besiegten im Viertelfinale Schweden 5:3 (2:0, 1:1, 2: 2) und treffen am Samstag auf die USA, die zuvor 3:1 (0:1, 2:0, 1: 0) gegen die Schweiz gewonnen hatten. Helfen soll dabei Owetschkin. Wie der Weltverband IIHF vermeldete, soll der NHL-Ausnahmekönner nach dem Play-off-Aus mit den Washington Capitals nach Prag nachreisen und den noch letzten freien Platz im russischen Kader erhalten.

Verstärkung braucht Kanada nicht, der Olympiasieger hat im bisherigen Turnierverlauf so gut wei keine Schwächen gezeigt. Kanada machte in der ersten K.o.-Runde mit Weißrussland beim locker herausgespielten 9:0 (4:0, 2:0, 3:0) kurzen Prozess. Die kanadischen Kufencracks erzielten bereits 58 Turniertreffer. So viele haben sie seit der ersten Teilnahme von NHL-Profis an Weltmeisterschaften im Jahr 1977 noch nie erzielt.

Tschechiens Trumpf gegen Kanada heißt Jagr. Der inzwischen 43 Jahre alte Ausnahmespieler erzielte beim 5:3 (1:1, 2:1, 2: 1)-Viertelfinalsieg gegen Finnland das wichtige 2:2 (34.) und den vorentscheidenden Treffer zum 4:3 (56.). Jagr, der zudem an vielen Offensivaktion der Tschechen beteiligt war, wurde von den über 17. 000 Zuschauern in der Prager Arena frenetisch gefeiert.

Schon nach den ersten beiden Viertelfinalspielen konnten die WM-Organisatoren einen Zuschauerrekord vermelden: Sechs Partien vor dem Ende waren bereits 652.348 Zuschauer in die Arenen von Prag und Ostrau geströmt. Den bisherigen Rekord hatte die WM 2014 in Weißrussland mit 640.044 Besuchern gehalten.

Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), hatte vor dem Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft über die WM-Organisation geschwärmt. „Ich bin wirklich begeistert. Unterkunft, Verpflegung, Transport, die Fans in den Arenen, das Entertainment - da kann man nur sagen: Hut ab, first class, hätte ich nicht erwartet“, sagte Reindl. Diese WM habe auch Maßstäbe für die eigene Heim-WM 2017 gesetzt: „Das muss man erst einmal nachmachen.“

SID/dpa

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